Ein slowenischer Orthopädischer Chirurg warnt davor, dass viele Menschen falsch laufen, was möglicherweise zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen kann. Dr. Andrej Lahajner, Arzt und Spezialist für Orthopädische Chirurgie, betonte häufige Fehler beim Gehen, die sich auf mehrere Teile des Körpers auswirken können, einschließlich der Füße, Knie, Hüften und Wirbelsäule.
Er erklärte, dass Individuen aufgrund vergangener Verletzungen, chronischer Schmerzen oder sogar psychologischer Faktoren wie Angst oder Stress oft fehlerhafte Gehgewohnheiten entwickeln. Diese Gewohnheiten können sich im Laufe der Zeit verankern, was es schwierig macht, sie ohne bewusste Anstrengung zu korrigieren. Er betonte, dass während einige Variationen im Gang normal sind, wie zum Beispiel das leichte nach innen oder nach außen Drehen der Füße während der Kindheit, dauerhafte Abweichungen zu langfristigen Schäden führen können. Laut Lahajner beruht der menschliche Körper auf einer bestimmten Abfolge von Bewegungen während jedes Schritts, um das Gewicht gleichmäßig zu verteilen und das Gleichgewicht zu halten.
Der richtige Gang beginnt damit, dass die Ferse den Boden berührt, gefolgt von dem gesamten Fuß und den Zehen, bevor der andere Fuß folgt. Dieser Prozess sollte symmetrisch bleiben, wobei der größte Teil des Gewichts zunächst auf die Ferse gelegt und allmählich in Richtung Fußball und Fußmitte verschoben wird. Die richtige Ausrichtung sorgt dafür, dass die Kräfte effektiv im gesamten Unterkörper verteilt werden, wodurch die Belastung von Gelenken und Muskeln reduziert wird. Viele Menschen folgen jedoch diesem Muster nicht. Manche neigen dazu, schwer auf die Fußballen zu landen, während andere zu viel Druck auf die Fersen ausühren. Andere können ihr Gewicht ungleichmäßig verschieben, wodurch eine Seite des Körpers mehr Last trägt als die andere.
Lahajner wies darauf hin, dass diese Fehlausrichtungen zu Erkrankungen wie Osteoarthritis, Gelenkdegeneration und Wirbelsäulenkompression beitragen können. Im Laufe der Zeit kann ein falscher Gang zu chronischen Schmerzen und verminderter Mobilität führen, insbesondere bei älteren Erwachsenen. Der Chirurg sprach auch über die Rolle von Schuhen bei der Aufrechterhaltung eines gesunden Gangs.
Er erwähnte auch, dass High Heels die Gangmechanik verändern und das Verletzungsrisiko erhöhen können, insbesondere bei Frauen. Lahajner räumte ein, dass die Identifizierung einer schlechten Haltung oder Ganganomalien für das ungeübte Auge eine Herausforderung sein kann. Er ermutigte jedoch die Menschen, darauf zu achten, wie sie sich bewegen, insbesondere wenn sie nach längerer Zeit des Stehens oder Gehens Unbehagen oder Müdigkeit verspüren. Einfache Übungen, die auf schwache Muskeln abzielen, wie die Stärkung der Kern- und Beinmuskeln, können dazu beitragen, die Gangeffizienz zu verbessern und die Wahrscheinlichkeit, damit verbundene Gesundheitsprobleme zu entwickeln, zu verringern.
Er betonte weiter, dass die Korrektur schlechter Gehgewohnheiten in jedem Alter möglich ist, obwohl ein frühzeitiger Eingriff dazu neigt, bessere Ergebnisse zu erzielen. Für Kinder sind geringfügige Schwankungen im Gang typischerweise harmlos und lösen sich oft auf natürliche Weise auf, wenn sie wachsen. Anhaltende Unregelmäßigkeiten sollten jedoch von Gesundheitsfachleuten überwacht werden, um Komplikationen im späteren Leben zu verhindern.
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