Der slowenische Innenminister Franci Matoz traf sich am 21. August 2026 in Belgrad mit seinem serbischen Amtskollegen, Innenminister Ivica Dacic, um die Zusammenarbeit in den Bereichen innere Sicherheit, Migrationsmanagement, Bekämpfung der organisierten Kriminalität und Vertiefung der polizeilichen Zusammenarbeit zu erörtern.
Die Gespräche konzentrierten sich hauptsächlich auf die Migrationsroute der westlichen Balkanstaaten, wo die zunehmende Schmuggelaktivität die verstärkte Polizeikoordination und den Austausch von Echtzeitdaten entscheidender denn je gemacht hat. Matoz hob hervor, dass die Tätigkeiten krimineller Netzwerke, die sich mit Migrantenhandel befassen, identifiziert und verhindert werden müssen. Er stellte fest, dass beide Länder bereits Vertrauen und professionelle Beziehungen durch bestehende Polizeiattachéen in Ljubljana und Belgrad aufgebaut hatten, die als wichtige Säulen der bilateralen Zusammenarbeit dienen.
Dacic bat Matoz um Unterstützung für die Einrichtung eines regionalen Interpolbüros in Belgrad und betonte dessen Bedeutung für die regionale Sicherheit und die potenzielle Rolle slowenischer Vertreter in seinen Operationen. Beide Minister bestätigten ihr Engagement für eine weitere Stärkung der Zusammenarbeit durch einen verbesserten Austausch von Nachrichtendiensten und die Teilnahme an europäischen Sicherheitsinitiativen. Während seines Besuchs traf Matoz auch neun slowenische Polizeibeamte, die im Rahmen eines langfristigen Einsatzes der Europäischen Agentur für Grenz- und Küstenwache (Frontex) an Grenzübergängen mit Ungarn, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina eingesetzt wurden.
Er erkannte ihre Arbeit an und dankte ihnen für die Vertretung Sloweniens in Serbien. Diese Beamten sind Teil einer breiteren Anstrengung, die Grenzkontrolle zu verbessern und Migrationsströme wirksam zu verwalten. Matoz versicherte Dacic, dass er weiterhin politische und technische Unterstützung für die Anpassung Serbiens an die europäischen Sicherheitsstandards bieten werde. Er erweiterte auch eine offizielle Einladung an Dacic, an der nächsten Ministerkonferenz des Brdo-Prozesses teilzunehmen, die für März nächsten Jahres geplant ist. Die Gespräche unterstrichen die wachsende Bedeutung der transnationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität, die zunehmend über Grenzen hinweg operiert.
Matoz betonte, dass derartige kriminelle Netzwerke keine Rücksicht auf nationale Grenzen nehmen, weshalb es für Slowenien unerlässlich sei, seine Zusammenarbeit mit Serbien zu verbessern und zu verbessern. Er erwähnte, dass die beiden Länder kurz davor seien, ein koordiniertes Abkommen zur Verhinderung des Menschenhandels, einschließlich des Kinderhandels, zu unterzeichnen, was die Wirksamkeit gemeinsamer Maßnahmen erheblich steigern würde.
Sie erkannten die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung eines kontinuierlichen Dialogs und einer operativen Synergie zur Bewältigung der sich entwickelnden Bedrohungen in der Region an. Matoz bekräftigte erneut die uneingeschränkte Unterstützung Sloweniens für die Bemühungen Serbiens um die Errichtung des regionalen Interpolbüros und erkannte dessen strategischen Wert für die Stärkung der regionalen Sicherheit an.
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