Die nach Victorias bahnbrechender königlicher Kommission eingeführte Abgabe für psychische Gesundheit von 2 Milliarden US-Dollar hat die Erwartungen nicht erfüllt und trotz ihrer beabsichtigten Auswirkungen nur einen bescheidenen Anstieg der Finanzierung für psychische Gesundheit zur Folge gehabt. Laut einem jüngsten Bericht der Kommission für psychische Gesundheit und Wohlbefinden stiegen die Gesamtausgaben für psychische Gesundheit von etwa 2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025226. Dies entspricht jedoch nur einem Anstieg von 200 Millionen US-Dollar gegenüber dem, was die Regierung ausgegeben hätte, wenn sie ihre Finanzierung vor der königlichen Kommission beibehalten hätte.
Befürworter argumentieren, dass die Abgabe, die darauf abzielte, die psychischen Gesundheitsdienste erheblich zu verbessern, stattdessen dazu verwendet wurde, die derzeitigen Investitionsniveaus aufrechtzuerhalten und nicht zu erweitern. Die Abgabe, die 2022 eingeführt wurde, sollte die Finanzierung der psychischen Gesundheit erheblich steigern und sowohl den sofortigen als auch den langfristigen Service-Ausbau unterstützen.
Philippa Thomas, CEO von Mental Health Victoria, betonte, dass die Abgabe zur Ergänzung der laufenden Finanzierungssteigerungen gedacht sei, nicht um sie zu ersetzen. Sie äußerte Besorgnis, dass der Mangel an Transparenz in Bezug auf die Zuteilung der Abgabe das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben könnte. Thomas erklärte, dass der Sektor für psychische Gesundheit und die breitere viktorianische Gemeinschaft erwarten, dass jeder Dollar, der durch die Abgabe erhoben wird, wie ursprünglich vorgesehen, in das System reinvestiert wird, um ein kontinuierliches Wachstum zu gewährleisten, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Die Opposition hat sich verpflichtet, eine umfassende Prüfung der Ausgaben der Abgabe durchzuführen, sollte sie die bevorstehenden Wahlen im November gewinnen.
Die Sprecherin der Opposition für psychische Gesundheit, Emma Kealy, beschuldigte die derzeitige Regierung, die Gelder nicht wie versprochen zugeteilt zu haben und verwies auf eine Verschlechterung der Leistungsindikatoren im psychischen Gesundheitssystem im Vergleich zu den Vorjahren. Diese Kritik unterstreicht die wachsende Frustration der Interessengruppen, die glauben, dass das Potenzial der Abgabe nicht vollständig verwirklicht wurde.
Eine Umfrage der Health and Community Services Workers Union (HACSU) ergab, dass zwei Drittel der Mental Health-Mitarbeiter im vergangenen Jahr einen Angriff erlitten haben. Diese Ergebnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit verbesserter Ressourcen und Unterstützung innerhalb des Sektors. Weitere Komplikationen entstehen durch die verzögerte Umsetzung der Empfehlungen der königlichen Kommission, insbesondere in Bezug auf die Bereitstellung von unterstützten Wohnungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Während die Regierung auf andere Wohninitiativen hinweist, argumentieren Kritiker, dass diese nicht die spezifischen Anforderungen erfüllen, die in den Empfehlungen der königlichen Kommission dargelegt sind.
Angesichts der bevorstehenden Wahlen könnte das Ergebnis die Richtung der psychischen Gesundheitspolitik in Victoria bestimmen und beeinflussen, wie effektiv die Abgabe in Zukunft genutzt wird.
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