Ein seltener Meteorit aus dem frühen Sonnensystem löste das Massenaussterben aus, das die Dinosaurier vor 66 Millionen Jahren auslöschte, so eine neue Forschung. Diese Entdeckung verändert das Verständnis für das katastrophale Ereignis, das das Leben auf der Erde dramatisch veränderte und 75 Prozent aller Arten, einschließlich der Dinosaurier, auslöschte. Der Chicxulub-Meteorit, der in der Nähe der heutigen mexikanischen Halbinsel Yucatán die Erde traf, wurde als kohlenstoffhaltiger Chondrit identifiziert, eine Art Meteorit, der hohe Kohlenstoffwerte enthält. Solche Meteorite machen nur zwei bis drei Prozent aller bekannten Meteorite aus, was sie außergewöhnlich selten macht.
Die Theorie, die das Massenaussterben mit dem Chicxulub-Einschlag in Verbindung bringt, wurde 1980 vom Geologen Walter Alvarez und seinem Vater, dem Nobelpreisträger Luis Alvarez, vorgeschlagen. Sie stützten ihre Hypothese auf ungewöhnlich hohe Konzentrationen von Iridium, die in Gesteinsschichten gefunden wurden, die die Grenze zwischen der Kreidezeit und der Paläogenzeit markieren. Iridium ist in Weltraumgesteinen häufiger als auf der Erde, was darauf hindeutet, dass ein massives außerirdisches Objekt mit dem Planeten kollidiert war.
Nachdem ein internationales Team unter der Leitung des Einschlagforschers Christian Köberl von der Universität Wien den Ursprung und die Zusammensetzung des Meteoriten ermittelt hatte, entdeckten die Wissenschaftler den 180 Kilometer großen Chicxulub-Krater, der den Ort des Einschlags bestätigte.
Diese Schichten enthalten Isotope und chemische Zusammensetzungen, die zur Identifizierung des Typs und der Herkunft des Meteoriten beitragen. Insbesondere konzentrierte sich die Studie auf Nickel-Isotope, die in Auswurfschichten auf der ganzen Welt gefunden wurden, und verglich sie mit verschiedenen Arten von kohlenstoffhaltigen Chondriten.
Wenn die Umlaufbahnen dieser Körper gestört werden, können sie in Richtung des inneren Sonnensystems umgeleitet werden und schließlich mit Planeten wie der Erde kollidieren. Philippe Claeys, ein Kollege von Köberl von der Vrije Universiteit in Brüssel, beschrieb die Arbeit als eine Herausforderung. Er stellte fest, dass nur ein winziger Bruchteil des Meteoriten in der KT-Tonenschicht, der geologischen Schicht, die die Kreidezeit und das Paläogene begrenzt, verblieb, weil der gesamte Meteorit wahrscheinlich bei dem Einschlag verdampft wurde. Die Studie hebt hervor, wie der Chicxulub-Meteorit nicht nur selten war, sondern auch aus einer Region des Sonnensystems kam, die weit von der Erde entfernt ist.
Die Reise durch den Weltraum und die mögliche Kollision mit unserem Planeten unterstreichen die unvorhersehbare Natur kosmischer Ereignisse und ihr Potenzial, das Leben auf der Erde umzugestalten. Forscher analysieren weiterhin Proben an verschiedenen Orten, einschließlich Dänemarks, wo einige der Proben der Studie gesammelt wurden. Diese Analysen liefern weitere Einblicke in die Zusammensetzung des Meteoriten und seinen Weg durch das Sonnensystem, bevor er die Erde trifft. Wissenschaftler arbeiten nun daran, besser zu verstehen, wie solche seltenen Meteoriten vom Asteroidengürtel umgeleitet werden konnten, um mit der Erde zu kollidieren.
Ihre Erkenntnisse tragen zu breiteren Diskussionen über die Häufigkeit großer Einschläge und deren Rolle bei der Gestaltung der planetaren Geschichte bei.
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