Der Mode-Designer John Galliano hat sich von einer geplanten Einzelausstellung im Metropolitan Museum of Art in New York zurückgezogen, da er sich wegen seiner Geschichte antisemitischer und rassistischer Äußerungen immer stärker kritisiert hat. Die Entscheidung kommt nach zunehmender Kritik von jüdischen Führern, Museumsspendern und Politikern, darunter New Yorker Stadtratsprecherin Julie Menin und prominenter Spenderin Alice Tisch, die die Ausstellung als "Whitewash" bezeichneten. Die Kontroverse verstärkte sich nach einem New York Times-Op-Ed von Gallianos Biographin Dana Thomas, die die Wahl des Met kritisierte, ihn zu ehren. Während einige religiöse Führer, darunter die Reform-Rabbiner Rabbi Rick Jacobs und Rabbi Joshua Davidson, der Meinung waren, dass Galliano aufrichtige Reue gezeigt hatte, unterstützten sie die Entscheidung des Met nicht. Der Rückzug betrifft auch Anna Wintour, die Galliano lange unterstützt hatte und eine Schlüsselrolle bei der Sicherung der Ausstellung spielte.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel umschreibt die Kontroverse um Gallianos antisemitische Geschichte und hebt die Kritik jüdischer Führer und Politiker hervor, die sich mit linksgerichteten Perspektiven übereinstimmt, die die Rechenschaftspflicht für historische Vergehen betonen.





