Während der Ferragosto-Feierlichkeiten in Messina, Italien, kam es zu einem großen Diebstahl, als vier Kunstwerke, die Antonello da Messina zugeschrieben wurden, aus dem Regionalmuseum von Messina gestohlen wurden. Der Vorfall ereignete sich, als die Stadt ihre berühmte Vara-Prozession veranstaltete, ein verehrtes religiöses Ereignis, das Tausende von Zuschauern anlockte. Laut Museumsbeamten wurden die Kunstwerke mit den Wachen noch im Gebäude entführt, was auf eine hoch koordinierte Operation hindeutet. Zwei der gestohlenen Stücke wurden auf der Straße zurückgelassen, was Fragen nach der Geschwindigkeit und dem Chaos der Flucht aufwirft.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter durch einen Seiteneingang in der Viale Annunziata eingedrungen sind, einer normalerweise belebten Durchfahrt, die am Tag des Festivals deutlich weniger Verkehr erlebte. Dies schuf eine ideale Gelegenheit für die Diebe, sich in die Menge zu vermischen. Das Museum hatte aktive Sicherheitssysteme und Alarme, doch beide wurden umgangen. Im Inneren des Museums befanden sich vier Wachen, die Berichten zufolge erst nach der Tat auf den Diebstahl aufmerksam wurden.
Die Veranstaltung begann um 18:00 Uhr und erreichte ihren Höhepunkt kurz vor 21:30 Uhr. Während dieser Zeit waren die Straßen mit Teilnehmern und Zuschauern gefüllt, was den Dieben eine ausreichende Deckung bot. Das Museum selbst, das in der Regel während der Hochsaison geöffnet blieb, hatte am 15. August früher als üblich geschlossen, was die Anfälligkeit des Ortes erhöhte.
Ein Boot oder ein aufblasbares Floß hätte eine schnelle Abreise ermöglichen können. Alternativ könnten die Diebe die Caronte-Fähre benutzt haben, die Messina mit dem Festland verbindet und ihnen möglicherweise erlaubt, Reggio Calabria oder sogar den Flughafen zu erreichen. Eine andere faszinierende Hypothese schlägt vor, dass Luxusyachten in einem nahe gelegenen Touristenhafen angedockt wurden, angesichts des hohen Wertes der gestohlenen Werke.
Da sich die Aufmerksamkeit der Stadt auf die Prozession von Vara konzentrierte, erlebten die umliegenden Gebiete wahrscheinlich eine vorübergehende Verringerung des Verkehrs, was es den Dieben leichter machte, sich unentdeckt zu bewegen. Im Inneren des Museums enthielten die gestohlenen Kunstwerke drei Tafeln aus dem Polittico di San Gregorio und ein doppelseitiges Panel mit der Jungfrau Maria mit dem Kind und einem betenden Franziskaner auf der einen Seite und Christus in Trauer auf der anderen Seite.
Diese Gegenstände wurden von Passanten entdeckt, was die Ermittlungen weiter komplizierte. Das Museum beherbergt mehrere andere wertvolle Kunstwerke, darunter zwei Gemälde von Caravaggio, aber diese waren nicht das Ziel des Diebstahls. Die Entscheidung, am 15. August, dem ersten Sonntag des Monats, früh zu schließen, könnte zum Mangel an Sicherheitskräften beigetragen haben. Die Nähe des Museums zu Außeneingängen spielte auch eine Rolle, da das Polittico in einem von außen zugänglichen Raum ausgestellt war.
Während die Ermittlungen fortgesetzt werden, untersuchen die Behörden Überwachungsmaterial und überprüfen die Bewegungen von Personen in der Umgebung während der Zeit des Diebstahls. Die Komplexität des Verbrechens hat zu Spekulationen über die Beteiligung organisierter Gruppen oder Einzelpersonen mit umfangreichem Wissen über Kunsthandelsnetzwerke geführt. Die Polizei hat die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der Öffentlichkeit betont und jeden, der Informationen hat, aufgefordert, sich zu melden. In der Zwischenzeit bleibt der Fokus auf der Verfolgung der gestohlenen Kunstwerke und der Identifizierung der Verantwortlichen für den kühnen Überfall.
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