Die Vereinigten Staaten stehen vor einer wachsenden Krise, da rekordverdächtige Hitzewellen zunehmend die Gesundheit und das Leben von Outdoor-Arbeitern bedrohen. Mit steigenden Temperaturen im Nordosten und anderen Regionen ist die Zahl der hitzebedingten Todesfälle unter Arbeitern in den letzten Jahren stark gestiegen.
Die Arbeitsschutzbehörde (Occupational Safety and Health Administration, OSHA) hat versucht, das Problem anzugehen, aber ihre Anstrengungen bleiben begrenzt. In ähnlicher Weise hat die Europäische Union keine einheitlichen Hitzeschutzbestimmungen umgesetzt, sondern sich darauf verlassen, dass einzelne Mitgliedstaaten ihre eigenen Richtlinien festlegen. Infolgedessen variiert das Niveau des Schutzs, das den Arbeitnehmern zur Verfügung steht, erheblich je nach Standort im Land.
Kalifornien hat beispielsweise den strengsten Wärmestandard der Nation, der im Juli 2024 in Kraft getreten ist. Gemäß dieser Verordnung müssen Arbeitgeber Schatten, Zugang zu frischem Trinkwasser, Erholungszeiten und Ausbildung für Arbeitnehmer bereitstellen, wenn die Außentemperaturen 80 Grad überschreiten. Ähnliche Anforderungen gelten für Innenarbeitsplätze, an denen die Temperatur 82 Grad erreicht.
Im vergangenen Monat erweiterte der Staat seinen Schutz durch die Verabschiedung des HB 26-1272, bekannt als Extreme Temperatures Workers Protection Act. Dieses Gesetz verpflichtet die Entwicklung eines breiteren Rahmens für Hitze- und Kältesicherheit, der Temperaturminderungsstrategien, Ruhepausen, Verletzungspräventionspläne, Training und Zugang zu Wasser umfasst. Der am 30. September 2024 in Kraft getretene Heat Stress Standard von Maryland gilt sowohl für Innen- als auch Außenarbeitsplätze, wenn die Temperaturen 80 Grad erreichen und überschreiten. An diesem Punkt müssen die Arbeitgeber ihre Pläne zur Prävention und Behandlung von Hitzebedingten Krankheiten umsetzen.
Wenn die Temperaturen über 90 Grad steigen, kommen zusätzliche Maßnahmen ins Spiel, wie die Bereitstellung von Pausen, Wasser und Schatten, zusammen mit der Überwachung der Gesundheit der Arbeitnehmer. Bei Temperaturen zwischen 90 und 100 Grad müssen die Arbeitnehmer alle zwei Stunden eine Pause von mindestens 10 Minuten erhalten. Über 100 Grad haben sie Anspruch auf mindestens 15 Minuten Ruhe pro Stunde.
Währenddessen haben Oregon und Washington Wärme-Standards festgelegt, die Abkühlungsruhezeiten und Zugang zum Schatten erfordern, wenn die Temperaturen 80 Grad erreichen. Über 90 Grad, diese Staaten verhängen strengere Bedingungen, insbesondere in Oregon, wo die Anforderungen noch strenger werden. Da die Bedrohung durch extreme Hitze weiter wächst, erwägen mehrere andere Staaten eine ähnliche Gesetzgebung. Während der Legislaturperiode 2025 schlagen mindestens 17 Staaten, darunter Arizona, Connecticut, Florida und Georgia, Gesetze vor, die die Wärmeschutzsicherheit für Arbeitnehmer verbessern sollen.
Diese Entwicklungen deuten auf eine mögliche Verschiebung hin zu einer größeren Bundesüberwachung und standardisierten Schutzmaßnahmen für Arbeitnehmer im ganzen Land hin.
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