In einem Bundesprozess wurde Hadi Matar wegen Terrorismusvorwürfen im Zusammenhang mit der Ermordung des Autors Salman Rushdie im Jahr 2022 verurteilt. Der Angriff ereignete sich während einer öffentlichen Veranstaltung, bei der Rushdie von einem Fan angegriffen wurde, der glaubte, dass sein Werk "Die satanischen Verse" den Islam lästerte. Matar, der bereits eine 25-jährige Haftstrafe für versuchten Mord im selben Vorfall verbüßte, droht eine mögliche lebenslange Haftstrafe für die Bundesverurteilung. Rushdie, der aufgrund der gegen ihn erlassenen Fatwa über Jahrzehnte mehrere Angriffe überlebt hatte, beschrieb die Verletzungen als "Wunder". Die Staatsanwälte verbanden den Angriff mit einer Fatwa des ehemaligen iranischen Führers Ayatollah Khomeini aus dem Jahr 1989, während die Verteidigung argumentierte, dass es keine Beweise für Matars Absicht gab. Rushdie, der seit Jahren unter Polizeischutz lebte, bezeugte, dass die Wunden über seinen Körper verteilt waren, was auf die Zufälligkeit des Angriffs hinweist.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine ausgewogene Darstellung des Gerichtsverfahrens und zitiert sowohl die Argumente der Anklage als auch die der Verteidigung, ohne offen eine der beiden Seiten zu begünstigen.



