Frankreich ist das erste Land der Europäischen Union, das im Rahmen der Agenda von Präsident Emmanuel Macron während seiner zweiten Amtszeit ein nationales Social-Media-Verbot für Kinder unter 15 Jahren eingeführt hat. Das Gesetz verpflichtet Plattformen wie TikTok, Instagram, Facebook und Snapchat, Altersverifikationssysteme einzuführen und die bestehenden Einschränkungen für die Nutzung von Mobiltelefonen in Grund- und Sekundarschulen zu erweitern. Die Umsetzung erfolgt in zwei Phasen: Neue Konten werden ab dem 1. September eingeschränkt, während bestehende Konten bis zum 1. Januar 2027 betroffen sein werden. Dies folgt einem Gesetz von 2023, das die elterliche Zustimmung für die Eröffnung von Konten für Minderjährige unter 15 Jahren erfordert, was technische Herausforderungen mit sich brachte. Die Entscheidung wurde beeinflusst durch Bedenken hinsichtlich der negativen Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen, unterstützt durch Berichte der französischen Agentur für öffentliche Gesundheit und der Nationalen Agentur für Lebensmittel, Umwelt und Arbeitssicherheit (Anses). Der Senat schlug zunächst ein zweistufiges System vor, unterstützte aber schließlich das vollständige Verbot aufgrund potenzieller Konflikte mit EU-Vorschriften.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert die Gesetzgebungsaktion objektiv und zitiert sowohl die Haltung der Regierung als auch gegensätzliche Standpunkte, einschließlich des ursprünglichen Senatsvorschlags und des Einflusses der EU-Verordnungen.






