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O Focem wurde 2004 gegründet und ist ein Finanzinstrument zur Unterstützung von Infrastruktur- und Regionalentwicklungsprojekten, darunter Straßen, Eisenbahnen, Energie, Sanitärversorgung, Wohnungen, Schulen und Laboratorien. Der Fonds zielt darauf ab, eine strukturelle Konvergenz zwischen den Mercosur-Ländern zu fördern, insbesondere in den Grenzregionen, in denen die Unterschiede am deutlichsten sind. Derzeit zählt der Fonds auf Beiträge aus allen Ländern des Blocks, wobei Brasilien und Argentinien die wichtigsten Geldgeber sind.
Allerdings hatte ein Vorschlag, das Gesamtvolumen des Fonds auf etwa 30 Millionen Dollar pro Jahr zu reduzieren, Widerstände ausgelöst, insbesondere in Paraguay und Uruguay, die besorgt waren über eine Verringerung der Investitionskapazität in der regionalen Entwicklung.
Nach Ansicht von Mauro Vieira sollte eine Erneuerung des Fonds nicht ausschließlich von Brasilien abhängen, sondern auch von der Zusammenarbeit der anderen Länder des Blocks, insbesondere derjenigen, die die wichtigsten Empfänger der Ressourcen sind. Der Minister betonte, dass Argentinien seine finanzielle Beteiligung erweitern muss, während die anderen Länder die gemeinsamen Anstrengungen begleiten müssen, um die Kontinuität und Effizienz des Focem zu gewährleisten.
Die Mittel des Fonds werden nach spezifischen Kriterien aufgeteilt, wobei Paraguay etwa 48% der Mittel und Uruguay 32% erhält.Diese Aufteilung spiegelt die Notwendigkeit wider, die Bedürfnisse der verschiedenen Mitgliedsländer unter Berücksichtigung ihrer Entwicklungsniveaus und regionalen Prioritäten auszugleichen.Darüber hinaus finanziert der Fonds auch Initiativen im Zusammenhang mit indigener Bürgerschaft, technologischer Entwicklung und städtischer Integration, um ein inklusiveres und nachhaltiges Wachstum zu fördern.
Im Rahmen eines Mercosur-Gipfels, der am Dienstag, den 30. September, stattfindet, soll Präsident Luiz Inácio Lula da Silva das neue brasilianische Engagement formalisieren. Eine Erneuerung des Focems hängt noch von Vereinbarungen zwischen den Ländern des Blocks und der Genehmigung durch die nationalen Parlamente ab.
Die Entscheidung Brasiliens kann als positives Signal für die regionale Zusammenarbeit angesehen werden, insbesondere angesichts des internen und externen Drucks auf die Notwendigkeit eines größeren Zusammenhalts zwischen den Ländern des Blocks. Gleichzeitig wird erwartet, dass Argentinien und andere Mitglieder des Mercosur mit bedeutenden Beiträgen antworten und sicherstellen, dass der FOCEM weiterhin als effizientes Instrument für die gemeinsame Entwicklung der Region funktioniert.
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