Die US-Seeleute an Bord des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln berichteten von schlechten Lebensbedingungen und einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit, was zu Besorgnis bei Familien und Mitgliedern des Kongresses führte. Das Schiff, das 260 aufeinanderfolgende Tage auf See verbracht hat, setzt seine Mission zur Unterstützung des laufenden Konflikts mit dem Iran fort.
Die Situation an Bord der USS Lincoln hat die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, nachdem mehrere Berichte von Seeleuten berichtet wurden, die versuchten, über Bord zu springen, was auf schwere psychische Belastung hinweist. Laut Navy Times und Stars and Stripes unterstreichen diese Vorfälle den extremen Stress, der auf die Besatzung ausgeübt wurde, von denen viele Monate ohne Urlaub an Land ausgehalten haben. Der längere Einsatz des Schiffes, der jetzt in seinen neunten Monat auf See ist, hat die logistischen Herausforderungen verschärft, mit einem Mangel an Grundbedürfnissen wie heißem Wasser, funktionierenden Wäscheanlagen und ausreichenden Mahlzeiten. Einige Seeleute erhalten Berichten zufolge nur eine halbe Tasse Reis und zwei Tortillas pro Mahlzeit, neben einem Mangel an Hygieneprodukten.
Die Familien der Seeleute haben ihre tiefe Besorgnis geäußert, wobei sich rund 200 Familienmitglieder während eines Treffens in San Diego direkt an die Marineführung wenden. Diese Berichte spiegeln die wachsende Frustration und Angst in den Reihen wider, insbesondere da der Einsatz trotz der anfänglichen Versprechen einer kürzeren Kampagne mehrfach verlängert wurde. Die USS Lincoln ging am 21. November von San Diego ab, ursprünglich für den Pazifik bestimmt, wurde aber nach erhöhten amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran in den Nahen Osten umgeleitet. Seitdem hat die Besatzung nur kurze Landungen gemacht, zwei Tage in Guam im Dezember und sieben Tage in Oman im Juli, bevor sie ihre Reise wieder aufnahm.
Diese Fehleinschätzung hat die Besatzung für fast sechs Monate auf See gestrandet, wobei sich die Bedingungen jede Woche verschlechterten. Im April verstärkte sich die öffentliche Kritik, nachdem Fotos von minderwertigem Essen und Berichten über schimmelhafte Duschen und nicht funktionierende Waschmaschinen zirkulierten. Verteidigungsminister Pete Hegseth wies diese Vorwürfe als "weitere Fake News" zurück, was zu Empörung unter Gesetzgebern und Familien führte. Ebenso warnte der Demokrat Jason Crow, ein ehemaliger Soldat in Afghanistan und im Irak, dass der Druck auf die Truppen und ihre Familien täglich zunimmt. Die USS Lincoln trägt über 5.000 Mitarbeiter und ist damit eine der größten Konzentrationen von Militärpersonal in der Region.
Die Blockade hat die weltweite Energieversorgung unterbrochen, internationale Beobachter ins Visier gerufen und Fragen zur Nachhaltigkeit der aktuellen Strategie aufgeworfen. Während die USS Lincoln ihre Mission fortsetzt, liegt der Fokus weiterhin darauf, das Wohlergehen ihrer Besatzung zu gewährleisten und die systematischen Probleme anzugehen, die zu ihrer Not beitragen.
Da die Ankunft der USS George Washington in Kürze erwartet wird, besteht die Hoffnung, dass eine verbesserte Logistik und eine reduzierte Einsatzdauer einen Teil des Drucks auf die derzeitige Besatzung lindern könnten.
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