Ein neues Kapitel in der Untersuchung des Dynamitangriffs vor dem Haus des Journalisten Sigfrido Ranucci ist aufgetaucht. Dokumente, die von Il Fatto Quotidiano veröffentlicht wurden, enthüllen finanzielle Transaktionen, die mit Valter Lavitolas großem Projekt für Kohlenstoffkredite verbunden sind, wobei Gelder aus Rom nach Kamerun und Brasilien fließen. Unter den Empfängern war eine Firma, die mit Ivan Bonela verbunden war, bekannt als vanIvan, mit Sitz in Cabo Frio, Brasilien. Von Quellen, die Lavitola als sein Factotum und Praktiker von Ritualen bezeichnen, erhielt Bonela Berichten zufolge einen Auftrag des ehemaligen Geschäftsmanns, ein Schutzritual nach einer Polizeirazzia Anfang Juli durchzuführen.
Die finanziellen Ströme und die Rolle von vanIvan wurden in Berichten von Il Fatto Quotidiano detailliert beschrieben. Die Gelder der Neutralia SRL, im Besitz der römischen Unternehmer Gianluca De Marchi und Fabio Mazzoni, wurden auf das Konto von Ostras Tour, das mit Bonela verbunden ist, gerichtet. Laut der Veröffentlichung bezeichnete Lavitola ihn als eine Figur, die solche Rituale durchführen könnte. 3 Milliarden Euro jährlich. Am 5. Juli, kurz nach einem späten Telefongespräch zwischen Lavitola und Ranucci über Signal, nahmen Überwachungsgeräte, die in Lavitolas Fahrzeug platziert waren, ein Gespräch mit Ivan auf.
Lavitola äußerte sich besorgt über einen Gerichtsbeschluss, der eine Durchsuchung genehmigte, die ihn offiziell als Verdächtigen im Angriff auf seinen Freund kennzeichnete. Er äußerte die Hoffnung, dass Ranucci ihn verteidigen würde und verglich die Situation mit dem Einfluss von Silvio Berlusconi. "Wenn er mich verteidigt, auch aus Reputationsgründen, wird es das gleiche wie Berlusconi sein", sagte er während des Anrufs.
Bonelas Beteiligung erstreckte sich über finanzielle Angelegenheiten hinaus. Er erschien in Gesprächen zwischen Lavitola und einer Agentur, die öffentliche Meinungsumfragen durchführte, um die politische Lebensfähigkeit von Ranucci zu beurteilen. Laut Quellen in Rom war diese Umfrage Teil einer Image-Building-Kampagne, die darauf abzielte, Ranuccis Kandidatur zu fördern. Als Il Fatto Quotidiano ihn um eine Klärung bezüglich seiner Beziehung zu Lavitola und dem Ritual kontaktierte, reagierte Bonela, indem er Journalisten auf WhatsApp blockierte und seine Präsenz auf Facebook deutlich reduzierte. In der Zwischenzeit arbeiten Staatsanwälte daran, die Herkunft der Mittel zu bestimmen, die zur Einstellung der für den Angriff verantwortlichen Personen verwendet wurden.
Der Fall entwickelt sich weiter und weitere Entwicklungen werden erwartet, da die Behörden versuchen, die Verbindungen zwischen Lavitola, Bonela und den mutmaßlichen Tätern zu klären.
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