Die Kosten der Schulden für die autonomen Gemeinschaften Spaniens sind in vier Jahren um 120% gestiegen und sollen sich laut einer Studie der Fundación de Estudios de Economía Aplicada (Fedea) bis 2029 verdreifachen. Der Anstieg wird durch die Verschärfung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und den starken Anstieg der Zinssätze vorangetrieben, die die öffentlichen Finanzen erheblich beeinflusst haben. 149 Milliarden Euro, wobei die Belastung regional ungleichmäßig fällt. 608 Milliarden Euro im Jahr 2022, als Russland in die Ukraine einmarschierte. Die finanzielle Belastung ist für bestimmte Regionen besonders akut. 968 Milliarden Euro, fast das Dreifache des vorherigen Niveaus. 080 Milliarden Euro, was einen Anstieg um 476% bedeutet. 356 Milliarden Euro, ein Plus von 257%.
Der größte Anstieg wird in La Rioja zu verzeichnen sein, wo die Zinskosten von 5 Millionen auf 45 Millionen Euro steigen, was einem Anstieg von 804% entspricht. In Navarra wird jedoch der geringste Anstieg von 62 Millionen auf 86 Millionen Euro zu verzeichnen sein, was einem Anstieg von 39% entspricht. Dieser zunehmende finanzielle Druck hat zu Debatten zwischen den Regionalregierungen und dem Finanzministerium über das von Katalonien vorgeschlagene neue Finanzierungsmodell geführt.
Die Studie warnt davor, dass diese erhöhten Zinsausgaben die Regionalregierungen zwingen könnten, ihre Ausgabenpolitik zu überdenken, insbesondere in Bereichen wie Bildung, Gesundheitswesen und Brandschutz, in denen bereits Spannungen bestehen. Die Situation spiegelt die Herausforderungen wider, denen sich spanische Haushalte mit Hypotheken gegenübersehen, da steigende Zinssätze das verfügbare Einkommen erodieren und die Kaufkraft einschränken. Seit 2022, als die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik aufgrund der Inflation aufgrund des Krieges in der Ukraine verschob, sind die finanziellen Verpflichtungen der autonomen Gemeinschaften erheblich gestiegen.
Die Auswirkungen werden durch den breiteren wirtschaftlichen Kontext, einschließlich der Folgen der Pandemie und der anhaltenden globalen Unsicherheiten, noch verstärkt. Trotz der steigenden Schuldenlast hat sich das Gesamtschulden-BIP-Verhältnis für autonome Gemeinschaften leicht verringert. Im Jahr 2022 betrug die Schuldenlast 317 Milliarden Euro, was 23% des regionalen BIP entspricht. Heute beträgt sie 341 Milliarden Euro oder 19% des BIP und wird voraussichtlich 347 Milliarden Euro oder 17% des BIP im Jahr 2029 erreichen. Während Katalonien den größten absoluten Anstieg der Schulden verzeichnen wird, werden andere Regionen mit höheren Schuldenquoten im Verhältnis zu ihrem Vermögen konfrontiert sein, was unterschiedliche Ebenen der finanziellen Stabilität widerspiegelt.
In der Zwischenzeit ist die Sociedad Estatal de Participaciones Industriales (SEPI), eine staatliche Einrichtung, die für strategische Investitionen verantwortlich ist, nach drei Jahrzehnten auf die Kapitalmärkte zurückgekehrt. 8 Millionen Euro durch sechs Anleiheemissionen in fünf Monaten, was einen historischen Schritt darstellt. Diese Entscheidung kommt inmitten erhöhter Schulden für das Unternehmen, das an großen Akquisitionen wie Telefónica und Talgo beteiligt war. Trotz der rechtlichen Vorwürfe gegen seine ehemaligen Führungskräfte behauptet SEPI, dass es keinen direkten rechtlichen Zusammenhang zwischen den gerichtlichen Fragen und seiner aktuellen Finanzstrategie gibt.
Der Umzug unterstreicht die allgemeine Tendenz öffentlicher Einrichtungen, nach externer Finanzierung zu suchen, um wachsende Verbindlichkeiten zu verwalten.
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