Die Labour-Regierung hat eine neue Initiative zur Einführung eines Single-Service-Opt-Out-Registers für Online-Glücksspiel-Werbung angekündigt, um den Prozess für Benutzer zu vereinfachen, die solche Werbeaktionen vermeiden möchten. Dieser Vorschlag kommt inmitten von Kritik am aktuellen System, in dem Einzelpersonen mehrere Opt-Out-Mechanismen auf verschiedenen Plattformen navigieren müssen.
Die Kommunikationsministerin Anika Wells bestätigte, dass die Glücksspielunternehmen an den Kosten für die Aufrechterhaltung des Registers beteiligt sein müssen, eine finanzielle Belastung, die das Programm unterstützen soll.
Einige Abgeordnete, darunter Mitglieder der Koalition, der Grünen und der unabhängigen Abgeordnete David Pocock, kritisierten die Vorschläge der Regierung als unzureichend und verwiesen auf Mängel in ihrer Fähigkeit, die Verbreitung von Glücksspielanzeigen wirksam einzudämmen.
Obwohl die Koalition noch keine formelle Verpflichtung zur Unterstützung des Pakets eingegangen ist, fanden mehrere Treffen zwischen Schlüsselfiguren statt, was auf potenziellen Fortschritt hinweist. Am Montag stellte Wells einen dritten Gesetzentwurf vor, der weitere Änderungen an der Gesetzgebung skizziert. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehört eine Beschränkung der Nutzung von Anreizen durch lizenzierte interaktive Wettdienstleister. Der Gesetzentwurf zielt auch darauf ab, Anreiz-basiertes Direktmarketing und Social-Media-Werbung, die sich an bestimmte Kundengruppen richtet, zu verbieten. Darüber hinaus soll der Versuch, die Zustimmung zum Erhalt eines solchen Marketings zu erlangen, begrenzt und bestimmte provisionsabhängige Empfehlungsvereinbarungen verboten werden.
In ihrer Ansprache vor dem Parlament betonte Wells die Reaktionsfähigkeit der Regierung auf die Beweise, die während der Untersuchung des Senats gesammelt wurden. Sie verwies auf besondere Bedenken hinsichtlich der Rolle der Wettanreize bei der Förderung von Glücksspielen und der Verschärfung der damit verbundenen Schäden. Diese Fragen erlangten Aufmerksamkeit nach explosionsartigen parlamentarischen Anhörungen, in denen behauptet wurde, dass einige Wettunternehmen illegale Drogen und Zugang zu Sexarbeiterinnen zur Verfügung gestellt hätten, um das weitere Wetten zu fördern. Große Wettanbieter wie Sportsbet und Tabcorp haben diese Behauptungen jedoch zurückgewiesen und erklärt, dass es keine Beweise gibt, die sie stützen.
"Während die genauen Betriebsdetails noch nicht festgelegt sind, deutet der Gesetzentwurf darauf hin, dass dieses Register als zentralisierte Plattform dienen wird, die es Einzelpersonen ermöglicht, sich vom Erhalt von Wettwerbung von Online-Content-Service-Providern abzumelden. Das Register wird laut Wells von der Australian Communications and Media Authority verwaltet. Regierungsbeamte räumten ein, dass sich die Implementierung dieses Registers als komplex erweisen könnte, wobei weitere Details noch ausstehen. Es besteht Unsicherheit, ob das Register bis zum geplanten Termin des 1. Januar 2027, an dem mehrere Aspekte der Reform in Kraft treten sollen, voll funktionsfähig sein wird.
Im Laufe des Gesetzgebungsprozesses wird das Ergebnis dieser Entwicklungen die Regulierungslandschaft für Online-Glücksspiel in Australien prägen.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden