Das türkische Parlament hat am Montag ein wegweisendes Gesetz verabschiedet, das einen entscheidenden Moment im langjährigen Konflikt des Landes mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) markiert. Die Gesetzgebung, die als "Terrorfreies Türkei-Gesetz" bekannt ist, bietet einigen PKK-Kämpfern eine begrenzte Amnestie und ermöglicht ihnen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen. Bei der Abstimmung, die über 12 Stunden stattfand, stimmten 468 Abgeordnete der Maßnahme zu, 88 dagegen, sechs enthielten sich. Diese Entscheidung stellt den ersten gesetzgeberischen Schritt zur Lösung des jahrzehntelangen bewaffneten Kampfes dar, der seit den 1980er Jahren Tausende von Menschenleben gefordert hat.
Das Gesetz setzt die Strafverfolgung und die Haftstrafen für bestimmte Straftaten für fünf bis zehn Jahre aus und richtet sich an Personen, die ihre Waffen abgeben und sich für friedliche Mittel einsetzen. Es zielt darauf ab, die Freilassung von etwa 3.500 mit der PKK verbundenen Gefangenen in der Anfangsphase zu erleichtern, etwa ein Drittel der derzeit wegen Verbindungen zur Gruppe inhaftierten Personen.
Das Gesetz schließt jedoch ausdrücklich diejenigen aus, die für schwere Verbrechen wie Mord verantwortlich sind, und es wird nicht von Abdullah Öcalan, dem inhaftierten Gründer der PKK, erwähnt, der seit fast 27 Jahren auf der Insel Imrali in der Nähe von Istanbul inhaftiert ist. Öcalan, der eine zentrale Rolle bei den jüngsten Friedensinitiativen gespielt hat, gab im Februar 2025 einen historischen Aufruf heraus, in dem er seine Anhänger dazu drängte, die Rechte der kurdischen Bevölkerung der Türkei zu entwaffnen und demokratische Methoden zu verfolgen.
Trotz dieser Entwicklungen bleibt das Schicksal von Öcalan ungelöst, und Beamte geben an, dass sein Fall außerhalb des Geltungsbereichs des neuen Gesetzes fällt. Yilmaz betonte, dass Öcalan immer noch zum Friedensprozess beitragen könnte, obwohl keine weiteren Details zur Verfügung gestellt wurden. Das Gesetz wurde von Präsident Recep Tayyip Erdoğans regierender Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) und der pro-kurdischen Demokratischen Gesellschaft Partei (DEM) unterstützt, die regelmäßige Kontakte zu Öcalan auf der Insel Imrali unterhalten hat.
Die türkische Regierung hat wiederholt betont, dass es sich bei dem Gesetz nicht um eine allgemeine Amnestie handelt, sondern um die tief verwurzelten Ängste einer Bevölkerung, die an anhaltender Gewalt gelitten hat. Die Verabschiedung des Gesetzes wurde von intensiven parlamentarischen Debatten begleitet, wobei Kritiker in Frage stellten, ob der Staat sich wirklich mit ehemaligen Militanten versöhnen kann. Er lobte das Ergebnis als einen bedeutenden Schritt zur nationalen Einheit und betonte die Bedeutung der 468 Ja Stimmen bei der Demonstration einer breiten politischen Einigung. Sie erkannte die vor uns liegenden Herausforderungen an, blieb aber hoffnungsvoll über die Zukunft der kurdisch-türkischen Beziehungen.
Mit der Verabschiedung des Gesetzes konzentriert sich die Aufmerksamkeit darauf, wie es in der Praxis angewendet wird und ob es die tiefen Kluft überbrücken kann, die die Beziehung der Türkei zu ihren kurdischen Gemeinschaften seit Generationen definiert.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden