Die Türkei hat das Anlegen des LGBTQ+-freundlichen Kreuzfahrtschiffes Scarlet Lady im Hafen von Kusadasi verboten und erklärt, dass das Schiff türkischen Werten und gesellschaftlichen Normen widerspricht. Das Büro des Gouverneurs in der Provinz Aydın, das von Präsident Recep Tayyip Erdoğan ernannt wurde, erklärte am X, dass das Anlegen "absolut ausgeschlossen" sei. Laut DPA wurde dem Schiff, das einem US-amerikanischen Unternehmen gehört, der Zugang sowohl in die Provinz Aydın als auch nach Istanbul verweigert, weil es mit Gruppen verbunden ist, die für Verhaltensweisen bekannt sind, die als unvereinbar mit türkischen moralischen Werten angesehen werden. Die Scarlet Lady, ein Teil von Virgin Voyages, die vom britischen Unternehmer Richard Branson gegründet wurde, ist ausschließlich für Erwachsene über 18 Jahre konzipiert. Das Verbot gilt speziell für den geplanten Besuch am 7. Juli, ohne dass andere Änderungen am Kreuzfahrtverkehr erwartet werden.
Tendenz-Einschätzung (Rechts): Der Artikel beschreibt das Vorgehen der türkischen Regierung als Verteidigung der nationalen Werte gegen äußere Einflüsse, wobei eine Sprache verwendet wird, die mit konservativen Positionen übereinstimmt.





