Die Staatsanwaltschaft Mailands hat die Anklage gegen 18 neofaschistische Aktivisten aus Gruppen wie Lealtà e Azione, Casapound und Movimento Nazionale fallen gelassen, die während einer Demonstration zum Gedenken an Sergio Ramelli, einem Mitglied der Fronte della Gioventù, der 1975 von der Avanguardia Operaia getötet wurde, den römischen Gruß ausübten. Das Gericht entschied, dass ihre Handlungen keine Bedrohung für die Demokratie oder die Wiederherstellung der faschistischen Partei darstellten. Die Entscheidung folgt den rechtlichen Auslegungen des Kassationsgerichts, das klarstellte, dass der "Anruf der Gegenwart" und der römische Gruß während öffentlicher Versammlungen nicht die Kriterien für die Untergrabung der demokratischen Ordnung erfüllen. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass der Gruß dazu bestimmt war, das Andenken an Ramelli zu ehren, anstatt Intoleranz oder Diskriminierung auszudrücken.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt die Rechtsentscheidung neutral dar und zitiert die Argumentation des Gerichts und die Argumente der Staatsanwälte, ohne offen eine der beiden Seiten zu begünstigen.





