Ein Viralpost in den sozialen Medien hat eine breite Diskussion über mögliche extreme Hitze in Frankreich ausgelöst, die darauf hindeutet, dass die Temperaturen ab dem 6. Juli bis zu 45 Grad Celsius erreichen könnten. Die Behauptung wurde online weit verbreitet, unter anderem auf dem Instagram-Account Dormir au courant,, der eine Karte von Frankreich in tiefrotem Farbe veröffentlichte, begleitet von der Aussage, dass eine zweite, intensivere Hitzewelle Anfang Juli beginnen würde, mit Temperaturen, die möglicherweise 45 ° C erreichen könnten. Dieses Bild erregte erhebliche Aufmerksamkeit und erhielt allein auf Instagram fast 172.000 Likes. Experten haben jedoch inzwischen klargestellt, dass diese Informationen irreführend sind und nicht durch zuverlässige meteorologische Quellen unterstützt werden.
Meteologix bestätigte, dass die in dem Post gezeigte Karte nicht von ihren Diensten stammt, während Selectra erklärte, dass die Karte auf eine nicht verwandte Hitzewelle verwies, die Anfang Mai auftrat. Diese Klärungen deuten darauf hin, dass sich der virale Post eher auf falsch zugeschriebene oder veraltete Daten als auf aktuelle und genaue Prognosen stützte.
Trotz dieser Ungenauigkeiten gibt es Hinweise, die die allgemeine Idee einer neuen Welle hoher Temperaturen unterstützen, die in Frankreich eintrifft. Laut Météo-France wird ein progressiver Temperaturanstieg erwartet, der in den südlichen Regionen beginnt und sich dann über weite Teile des Landes ausbreitet. Über den größten Teil des Territoriums werden Temperaturen über 30 ° C erwartet, wobei einige Gebiete im Süden möglicherweise 35 ° C oder mehr erfahren. Darüber hinaus wird sich die Hitze wahrscheinlich in der folgenden Woche aufgrund des Einflusses eines Antikyklons weiter intensivieren. Das genaue Ausmaß dieser Hitzewelle bleibt jedoch unsicher, und es ist derzeit unmöglich zu bestätigen, ob die Temperaturen bis zu 45 ° C erreichen werden.
Monique Barbut, die französische Ministerin für den ökologischen Übergang, erwähnte auf France Inter, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Rückkehr der hohen Temperaturen zwischen dem 6. und 14. Juli gibt. Ihre Kommentare deuten darauf hin, dass eine Hitzewelle tatsächlich erwartet wird, unterstützen jedoch nicht speziell die Zahl von 45°C. Stattdessen konzentrieren sich ihre Bemerkungen auf die allgemeine Wahrscheinlichkeit erhöhter Temperaturen, ohne die extremen Zahlen zu bestätigen, die in den viralen Beiträgen hervorgehoben werden. Experten haben darauf hingewiesen, dass die Zahl von 45°C aus einem einzigen deterministischen Modell stammt, das als Global Forecast System (GFS) bekannt ist und von amerikanischen Meteorologen verwendet wird.
Während dieses Modell für sehr kurzfristige Vorhersagen recht genaue Vorhersagen liefert, sinkt seine Zuverlässigkeit über drei Tage hinaus erheblich. Für längerfristige Vorhersagen verlassen sich Meteorologen typischerweise auf Ensemblemodelle wie die des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF). Diese Modelle erzeugen mehrere Szenarien basierend auf leichten Schwankungen der Anfangsbedingungen, was eine umfassendere Bewertung potenzieller Ergebnisse ermöglicht. Für den Zeitraum um den 6. Juli prognostizieren diese Ensemblemodelle konsequent warmes, trockenes und sonniges Wetter. Sie unterscheiden sich jedoch in Bezug auf die Intensität der Hitze.
Einige Szenarien deuten auf Temperaturen hin, die mit denen während der Hitzewelle im Juni vergleichbar sind, während andere Werte erwarten, die den saisonalen Durchschnitten nahe liegen. Der wahrscheinlichste Trend deutet auf Temperaturen von etwa 4 ° C bis 5 ° C über den Normalwerten hin. Daher stellt die 45 ° C-Zahl ein extremes Szenario dar, das von einem Modell abgeleitet wird, und sollte nicht als endgültige Prognose für Frankreich ab dem 6. Juli dargestellt werden.
Während die genauen Temperaturextreme unsicher bleiben, unterstreicht die Möglichkeit längerer hoher Temperaturen die Wichtigkeit, hydratisiert zu bleiben, übermäßige Sonneneinstrahlung zu vermeiden und die gefährdeten Bevölkerungsgruppen wie ältere Menschen und Kleinkinder zu berücksichtigen. Die Behörden überwachen die Situation weiterhin genau und stellen sicher, dass geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die mit steigenden Temperaturen verbundenen Risiken abzumildern.
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