Der Justizrat des spanischen Obersten Gerichtshofs (CGPJ) wird wegen der vermeintlichen übermäßigen Arbeitsbelastung der Richter und der Ineffizienz seiner Disziplinarmaßnahmen kritisiert. Der Rat wurde beschuldigt, sich bei der Bestimmung der Arbeitsbelastung der Richter eher auf subjektive Bewertungen als auf objektive Daten zu stützen. Dieses Thema ist zu einem Streitpunkt zwischen verschiedenen Fraktionen innerhalb des CGPJ geworden, darunter konservative Mitglieder, die mit der Volkspartei (PP), Präsidentin Isabel Perelló, verbunden sind, und progressive Dissidenten wie Carlos Hugo Preciado. Ein technischer Bericht wurde in Auftrag gegeben, um die tatsächliche Arbeitsbelastung der Richter wissenschaftlich zu bewerten, wurde aber zugunsten der Festlegung von Höchstarbeitsschwellen auf der Grundlage von Wahrnehmungen und nicht empirischen Beweisen ignoriert. Progressive äußerten die Besorgnis, dass diesem Ansatz wissenschaftliche Strenge fehle und die Bemühungen um die Festlegung von Mindestarbeitsanforderungen für Richter untergraben könnte.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert beide Perspektiven, Kritik von progressiven Richtern und die Entscheidung von konservativen Mitgliedern der CGPJ, Arbeitsbelastungsschwellen auf der Grundlage von Wahrnehmung und nicht auf der Grundlage objektiver Daten festzulegen.



