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Krankschreibungen: Zu lasch gegen Blaumacher
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Krankschreibungen: Zu lasch gegen Blaumacher

The article discusses proposed reforms aimed at reducing 'blau machen'—the practice of faking illness to avoid work—in Germany. It argues that current rules allow workers to take sick days without medical proof until the third day, which encourages fraudulent behavior. The new proposals require medical certification from the first day of sickness, aiming to reduce absenteeism and prevent fake illnesses. While some stakeholders like doctors and health insurance companies fear increased bureaucracy and costs, the article suggests that video-based sick notes could be more reliable than phone reports. It also criticizes the current system for allowing high rates of absenteeism, particularly on weekends and after major events, and calls for further measures such as shorter sick leave periods and reduced sick pay.

Die deutsche Regierung hat Pläne enthüllt, die Vorschriften für den Krankheitsurlaub zu verschärfen, indem sie die Mitarbeiter verpflichtet, ab dem ersten Tag der Abwesenheit aufgrund einer Krankheit ein ärztliches Attest zu erhalten. Dieser Schritt, der von Bundeskanzler Friedrich Merz der Christlich-Demokratischen Union (CDU) angekündigt wurde, zielt darauf ab, die hohen Abwesenheitsraten in Unternehmen einzudämmen, die nach dem Anstieg der Krankheitstage nach der Pandemie als zu hoch angesehen wurden. Die neuen Regeln würden die aktuelle Anforderung ersetzen, die ein ärztliches Attest erst nach drei aufeinanderfolgenden Abwesenheitstagen vorschreibt.

Nach den vorgeschlagenen Änderungen müssten die Arbeitnehmer ihren Arzt sofort aufsuchen, wenn sie krank werden, anstatt zu warten, um zu sehen, ob sich die Symptome in den ersten Tagen verbessern.

Die Begründung für diese Verschiebung liegt in der Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auf der globalen Bühne. Merz betonte, dass übermäßige Krankheitstage deutsche Unternehmen im Vergleich zu anderen Ländern benachteiligen. Er beschrieb die Situation als eine, in der "exorbitante" Krankheitsabwesenheiten nach der Pandemie nicht ignoriert werden konnten. Die Regierung sieht diese Maßnahme als notwendig an, um sicherzustellen, dass Unternehmen die Produktivität aufrechterhalten können, ohne durch unnötige Abwesenheiten belastet zu werden.

Die Umsetzung dieser strengeren Richtlinien wird die Änderung bestehender rechtlicher Rahmenbedingungen beinhalten. Derzeit ist die Verpflichtung zur Bereitstellung eines ärztlichen Attests im Entgeltfortzahlungsgesetz (Wage Continuation Act) beschrieben, was Änderungen erfordern würde. Zusätzlich würde die Möglichkeit, eine Krankenurkunde per Telefon zu erhalten - eine Bestimmung, die Ende 2023 während der Pandemie eingeführt wurde - beseitigt. Diese Änderung entspricht den jüngsten Forderungen des CDU-Parteikongresses, der argumentierte, dass die Erleichterung der Erlangung einer Krankenurkunde unnötige Abwesenheiten förderte, die oft als "Bedside-Entscheidungen" bezeichnet werden.

Der Zeitrahmen für die Umsetzung dieser Änderungen bleibt ungewiss. Während der rechtliche Rahmen besteht, hängen spezifische Durchsetzungsmechanismen von lokalen Vereinbarungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ab, einschließlich individueller Verträge, Arbeitsplatzvereinbarungen oder Tarifverträge.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Allgemeinmediziner vertritt, kritisierte den Plan als irrational und argumentierte, dass Millionen von Menschen gezwungen werden, überfüllte Kliniken zu besuchen, nur um Formulare auszufüllen, was den Druck auf das Gesundheitssystem verschärfen würde. Sie schlugen vor, dass Zertifikate erst nach vier oder fünf Tagen Krankheit verlangt werden sollten.

Trotz dieser Bedenken behauptet die Regierung, dass das Ziel darin besteht, die Gesamtkrankheitstage zu reduzieren. Durch die Erhöhung der administrativen Hürde für die Auszeit besteht die Hoffnung, dass einige Personen überdenken könnten, ob sie wirklich einen Tag Urlaub benötigen.

Derzeit gibt Deutschland jährlich mehr als 80 Milliarden Euro für die Fortführung der Löhne für kranke Arbeitnehmer aus, eine finanzielle Belastung, die hauptsächlich von den Arbeitgebern getragen wird.

Die Wirksamkeit der neuen Vorschriften bleibt abzuwarten. Während die unmittelbaren Auswirkungen auf die Verringerung der Krankheitstage unklar sind, spiegelt die Politik eine breitere Anstrengung der Regierung wider, den Schutz der Arbeitnehmer mit der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit in Einklang zu bringen.

5 Berichte

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Krankschreibung ab dem ersten Tag: Das sind die Pläne

Die Bundesregierung unter der Leitung von Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU plant strengere Regeln für Krankheitsurlaub und verlangt von den Mitarbeitern, vom ersten Tag der Krankheit an medizinische Bescheinigungen vorzulegen, anstatt am vierten Tag, wie derzeit vorgeschrieben. Die Koalition zielt darauf ab, die hohen Abwesenheitsraten zu reduzieren, die Merz besonders nach der Pandemie als "exorbitant" bezeichnet. Die neuen Vorschriften würden telefonische Krankheitsurlaubsbenachrichtigungen beseitigen, eine Praxis, die während der Coronavirus-Krise eingeführt wurde, um die Ausbreitung zu verhindern. Während der genaue Zeitplan für die Umsetzung unklar bleibt, würden Änderungen an bestehenden Gesetzen erforderlich sein. Medizinische Fachleute haben die Maßnahmen kritisiert und argumentiert, dass sie zu unnötiger Belastung der Gesundheitseinrichtungen führen könnten.

Tendenz-Einschätzung (Rechts): Der Artikel formuliert die vorgeschlagenen Reformen als notwendig, um die "exorbitanten" Krankheitsurlaubsraten anzugehen und die Unternehmen vor einem "Wettbewerbsnachteil" zu schützen.

Frankfurter Allgemeine (FAZ) logoFrankfurter Allgemeine (FAZ)Unabhängig🔒Rechtsgestern
Krankschreibungen: Zu lasch gegen Blaumacher

The article discusses proposed reforms aimed at reducing 'blau machen'—the practice of faking illness to avoid work—in Germany. It argues that current rules allow workers to take sick days without medical proof until the third day, which encourages fraudulent behavior. The new proposals require medical certification from the first day of sickness, aiming to reduce absenteeism and prevent fake illnesses. While some stakeholders like doctors and health insurance companies fear increased bureaucracy and costs, the article suggests that video-based sick notes could be more reliable than phone reports. It also criticizes the current system for allowing high rates of absenteeism, particularly on weekends and after major events, and calls for further measures such as shorter sick leave periods and reduced sick pay.

Tendenz-Einschätzung (Rechts): The article frames the reform as a necessary step to address fraud, implying that the current system is too lenient and encourages dishonesty. It supports stricter requirements for sick leave while criticizing the existing system’s tolerance for absenteeism. Although it acknowledges potential downs,

Bild logoBildUnabhängigMittegestern
Krankschreibung ab dem ersten Tag: Das müssen Sie zur Attestpflicht wissen

Der Artikel behandelt die Anforderungen im Zusammenhang mit der obligatorischen ärztlichen Bescheinigung (Attestpflicht) für Arbeitnehmer, die ab dem ersten Tag der Krankheit krankheitsbedingten Urlaub in Anspruch nehmen wollen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel konzentriert sich auf die Erläuterung einer spezifischen gesetzlichen Anforderung (Attestpflicht) im Zusammenhang mit Krankheitsurlaub in Deutschland.

Handelsblatt logoHandelsblattUnabhängig🔒Mittegestern
AU-Pflicht: Das gilt künftig bei Krankschreibungen im Job

Die deutsche Zeitung Handelsblatt berichtet über eine neue Anforderung in Bezug auf Krankheitsurlaubsbescheinigungen am Arbeitsplatz. Beginnend bald müssen Arbeitnehmer, die sich wegen Krankheit frei nehmen, eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, die ihren Zustand bestätigt. Diese Änderung zielt darauf ab, den Missbrauch von Krankheitsurlaub zu reduzieren und sicherzustellen, dass Arbeitnehmer wirklich krank sind, wenn sie sich frei nehmen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt eine politische Aktualisierung dar, ohne offen eine politische Seite zu begünstigen. Er konzentriert sich auf die Umsetzung einer neuen Verordnung und beinhaltet keine voreingenommene Sprache, einseitige Quellen oder Redaktionalisierung, die eine klare ideologische Neigung anzeigen würde.

n-tv logon-tvUnabhängigMittevorgestern
Möglichkeit am Telefon entfällt: Beschäftigte sollen Krankschreibung schon ab erstem Fehltag vorlegen

Diese Änderung zielt darauf ab, den Missbrauch von Krankheitsurlaub zu reduzieren und eine ordnungsgemäße Dokumentation von Abwesenheiten zu gewährleisten. Arbeitgeber und Arbeitsorganisationen haben gemischte Reaktionen geäußert, wobei einige den Schritt zur Rechenschaftspflicht unterstützten und andere vor möglichen Verwaltungslasten warnten. Die neue Verordnung spiegelt breitere Bemühungen zur Straffung der Praktiken am Arbeitsplatz und zur Verbesserung der Transparenz bei der Anwesenheit der Mitarbeiter wider.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine politische Veränderung im Zusammenhang mit den Vorschriften am Arbeitsplatz, ohne offen eine Seite zu begünstigen.

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