Ein koreanischer Psychiater hat ein Bestseller über das Selbstwertgefühl geschrieben, das internationale Aufmerksamkeit erregte. Die von Dr. Yoon Hong-gyu verfasste Selbstwertgefühlsklasse ist in Südkorea zu einem Verlagsphänomen geworden, von dem über eine Million Exemplare im Inland verkauft wurden. Unter demselben Titel wurde eine internationale Ausgabe veröffentlicht, die Leser weit über die Grenzen des Landes hinaus fand. Dr. Yoons Arbeit unterscheidet sich von typischen Selbsthilfe-Büchern, die oft auf komplexen psychologischen Jargon oder großartigen Versprechungen der Transformation beruhen. Stattdessen nähert er sich dem Selbstwertgefühl durch alltägliche Situationen, die leicht zu identifizieren sind. Seine Erzählung basiert auf persönlichen Erfahrungen, die zu seinen Einsichten beitragen.
In der Einleitung demontiert er die traditionelle Distanz zwischen Therapeuten und Klienten und präsentiert sich als jemand, der einst mit Selbstzweifeln zu kämpfen hatte. Er beschreibt das Aufwachsen als ein sensibles Kind, das sich sozial nicht auszeichnete, kein Selbstvertrauen hatte und während der medizinischen Schule mit akademischen Rückschlägen konfrontiert wurde. Diese Erfahrungen schürten später sein Interesse daran, zu verstehen, wie Selbstwertgefühl die Lebenszufriedenheit beeinflusst. Seine zentrale These ist einfach und doch tiefgreifend: Die Art und Weise, wie wir unseren eigenen Wert wahrnehmen, beeinflusst viele unserer Entscheidungen, auch wenn wir diesen Einfluss nicht immer erkennen. Anstatt das Selbstwertgefühl auf das Klischee von "sich selbst lieben" zu reduzieren, erforscht Dr. Yoon seine Komplexität.
Das Buch ist in sieben Abschnitte unterteilt, die sich allmählich von theoretischen Erklärungen des Selbstwertgefühls zu praktischen Szenarien wandeln, die die Herausforderungen des realen Lebens widerspiegeln. Es befasst sich mit Beziehungen, der Notwendigkeit externer Validierung, der Angst vor Beziehungsende, Gefühlen der Unzulänglichkeit bei der Arbeit, Unentschlossenheit, Vergleichen mit anderen und Abhängigkeit von den Meinungen anderer. Ein besonderer Abschnitt konzentriert sich auf Emotionen, die gesunde Selbstbeziehungen behindern: Scham, Leere, Ambivalenz, Selbsthass, Schuld, Selbstmitleid, Enttäuschung, Ressentiments und Zynismus. Diese emotionalen Barrieren werden eingehend untersucht und bieten den Lesern Einblicke in ihre inneren Kämpfe.
Spätere Kapitel untersuchen Gewohnheiten, die das Selbstwertgefühl untergraben, Versagen erwarten, Lethargie, sich weniger wertvoll fühlen, Aufschieben und Vermeidung, bevor sie konkretere Strategien einführen, um diese Muster zu brechen. Was das Buch besonders ansprechend macht, ist seine Fähigkeit, den Lesern das Gefühl zu geben, persönlich angesprochen zu werden. Viele Rezensenten haben festgestellt, dass sie sich in Dr. Yoons Beispielen, insbesondere in seinen lebendigen Metaphern und realen Illustrationen, erkannt haben. Ein Rezensent lobte die Art und Weise, wie er scheinbar unabhängige Verhaltensweisen mit Fragen des Selbstwertgefühls verbindet. Zum Beispiel: Warum ist es so schwer, eine Entscheidung zu treffen? Warum wirkt sich bestimmte Kritik tagelang auf uns aus?
Warum bleiben wir in Beziehungen, die uns nicht dienen? Warum brauchen wir andere, um unseren Erfolg zu bestätigen? Diese Fragen geben dem Buch einen einzigartigen Vorteil gegenüber herkömmlichen Motivationstexten. Jedes Kapitel schließt mit kleinen Übungen, die den Lesern helfen sollen, die Konzepte direkt auf ihr Leben anzuwenden. Im Gegensatz zu einigen Selbsthilfe-Büchern, die diese Praktiken als wunderbare Lösungen präsentieren, bildet Dr. Yoon sie als sanfte Anstöße zum Handeln. Die Leser werden ermutigt, sich aktiv mit dem Material zu beschäftigen, anstatt es passiv zu konsumieren. Einige haben die Bedeutung dieser Übungen hervorgehoben und festgestellt, dass das Lesen allein Inspiration bieten kann, wahre Veränderung aber durch konsequente Praxis kommt.
Ein Leser betonte die Bedeutung des Kapitels über bedingungslose Akzeptanz und Liebe zu sich selbst und nannte ihn einen herausragenden Abschnitt. Andere schätzten die schrittweise Struktur des Buches und schlugen vor, dass es besser ist, in kleineren Abschnitten zu lesen, anstatt alles auf einmal zu konsumieren.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden