Vier mutmaßliche Führer der verbotenen Reichsbürgergruppe "Königreich Deutschland" wurden von Bundesanwälten angeklagt. Die Gruppe hatte zum Ziel, das System der Bundesrepublik Deutschland durch ihr eigenes zu ersetzen und die Idee des Austritts aus dem deutschen Staat zu fördern, um Steuern und Sozialbeiträge zu vermeiden. Nach der Anklage richteten sie Pseudo-Staatsstrukturen wie Banken, Versicherungen, ein Registrierungsbüro mit gefälschten Dokumenten und ihrer eigenen Währung ein. Sie finanzierten diese Aktivitäten durch nicht autorisierte Bank- und Versicherungsgeschäfte, Spenden, Geschenke und bezahlte Seminare und sammelten zwischen 2020 und 2025 rund zehn Millionen Euro. Die Gruppe wurde im Mai 2025 von Innenminister Alexander Dobrindt (UCS) verboten, obwohl die Schätzungen zu ihrer Mitgliedschaft zwischen 1.000 und 6.000 variieren.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält sachliche Informationen über rechtliche Schritte gegen eine verbotene extremistische Gruppe, ohne offen eine politische Seite zu begünstigen.


