Die Sommertouristensaison an der kroatischen Küste hat die Hoffnung für Saisonarbeiter, insbesondere Kellner und Köche, erneuert, die ein höheres Einkommen erwarten. Die wirtschaftlichen Prognosen deuten jedoch darauf hin, dass die Löhne aufgrund steigender Betriebskosten, einschließlich Inflation und gestiegener Energiepreise, wahrscheinlich unverändert bleiben werden. Trotzdem haben viele Arbeitgeber noch keine Pläne zur Lohnkürzung angekündigt, da sie mit einem Mangel an Arbeitskräften konfrontiert sind und das bestehende Personal beibehalten müssen.
Die kroatische Inflation zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung und schafft ein Paradoxon für die Bürger, deren Lebensstandard sich von Monat zu Monat verschlechtert, auch wenn die makroökonomischen Indikatoren weiterhin günstig sind. Kroatien gehört zu den vier Ländern in Europa mit dem höchsten BIP-Wachstum, und diese Trends werden voraussichtlich bis Ende des Jahres anhalten.
Während einige glauben, dass höhere Einnahmen möglich sind, weisen Branchenexperten darauf hin, dass die Obergrenze für das tägliche Einkommen bereits im vergangenen Jahr erreicht wurde. Mit wachsendem Wettbewerb und mehr verfügbaren Optionen für Touristen ist es immer schwieriger geworden, Gäste anzuziehen, wodurch die Einnahmen stark von der Anzahl der angebotenen Reisen abhängen.
Einige Personen berichten über ein monatliches Einkommen von bis zu 3.000 Euro netto, obwohl solche Fälle selten sind. Reinigungspersonal, das für die Wartung von Ferienwohnungen verantwortlich ist, verdient in der Regel zwischen zehn und fünfzehn Euro pro Stunde, je nach Standort und Arbeitskomplexität. Branchenbeobachter stellen fest, dass Lohnerhöhungen nicht erwartet werden, da es einen wachsenden Zustrom von Arbeitern aus Südostasien gibt, die bereit sind, bestehende Stundensätze zu akzeptieren. Hauswirte und Reinigungskräfte verdienen in der Regel zwischen etwa 1.100 und 1.300 Euro netto pro Monat. Der erhöhte internationale Wettbewerb begrenzt das Gehaltswachstum weiter, so die Berichte von DW.
Während der Tourismussaison zählen die Köche zu den bestbezahlten Fachleuten mit einem Netto-Gehalt von 2.200 bis 3.000 Euro, abhängig von Erfahrung und Fachwissen. Ihre Arbeit erfordert hohe Verantwortung und lange Arbeitszeiten, da ihre Saison fast kontinuierlich von Ende Mai bis Ende Oktober läuft. Trotz relativ guter saisonaler Einnahmen warnen viele Arbeitnehmer, dass das Einkommen nach dem Ende der Tourismussaison stark sinkt. Aufgrund der Art der saisonalen Beschäftigung entscheiden sich viele dafür, im Ausland zu arbeiten, hauptsächlich in Österreich, wo sie fast das ganze Jahr über arbeiten können, da Winter- und Sommertourismus sich überschneiden. Obwohl die Arbeit anspruchsvoller und länger ist, sind die Sommerverdienste in der Regel höher.
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