Im Jahr 2024 verzeichnete der Staatliche Postdienst Sloweniens (Pošta Slovenije) einen Nettoverlust von fast vier Millionen Euro, der sein erstes solches Ergebnis im vergangenen Jahrzehnt war. Trotz dieses finanziellen Rückschlags verzeichneten mehrere Mitglieder der Unternehmensleitung und des Aufsichtsrats Erhöhungen ihrer Vergütungspakete.
Der Verlust kam nach einer Periode der Rentabilität, in der das Unternehmen im Jahr 2023 einen Nettogewinn von zwei Millionen Euro erzielt hatte. Der finanzielle Abschwung scheint durch eine Kombination aus betrieblichen Herausforderungen und externen Faktoren beeinflusst worden zu sein, die den Postbereich beeinflussten. Die Vergütungsänderungen für Top-Führungskräfte wurden jedoch trotz dieser Schwierigkeiten genehmigt. Die Gehaltserhöhungen von Cegnar folgten einem Muster, das bei anderen leitenden Persönlichkeiten innerhalb der Organisation beobachtet wurde.
In ähnlicher Weise stieg das Bruttogehalt der Leiterin des Personalbereichs, Vlasta Vidrih, von 97.139 Euro auf 110.668 Euro. Marko Rems, der Mitte Februar 2025 sein Amt verließ, erhielt für seine eineinhalbmonatige Amtszeit rund 38.000 Euro. Uros Kalan trat im Mai 2024 in den Vorstand ein und verdiente im ersten Jahr 73.183 Euro. Diese Zahlen unterstreichen das anhaltende Gehaltswachstum für Schlüsselpersonal, auch inmitten der finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erlebten auch eine Erhöhung ihrer Vergütung.
Barbara Celovšek Zupančič, Mitglied zweier Kommissionen, verdiente 29.125 Euro, während Barbara Nose, ebenfalls Mitglied zweier Kommissionen, 28.905 Euro erhielt. Zwei weitere Mitglieder des Aufsichtsrats, Gašper Marc und Andrej Kohont, erhielten jeweils rund 29.000 Euro. Diese Vergütungsniveaus spiegeln breitere Trends in der Unternehmensführung wider, bei denen die Bezahlung von Führungskräften oft unabhängig von kurzfristigen finanziellen Ergebnissen fortgesetzt wird. Während einige Beobachter argumentieren, dass die hohen Auszahlungen mit den Verlusten des Unternehmens nicht vereinbar sind, weisen andere auf die Komplexität des Ausgleichs langfristiger strategischer Ziele gegen unmittelbare finanzielle Druck.
Die Daten unterstreichen die Ungleichheit zwischen der finanziellen Leistung des Unternehmens und den Belohnungen für seine Führungskräfte.Da der Postdienst weiterhin wirtschaftliche Unsicherheiten überwindet, bleibt die Frage offen, wie diese Ungleichheiten in Zukunft angegangen werden.
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