Der Historiker und Kriegsverbrecher-Richter Hrvoje Klasić, der während eines Sonderprogramms zum 31. Jahrestag der Militäroperation "Oluja" sprach, diskutierte die unterschiedlichen Erzählungen rund um den Konflikt in Kroatien, Serbien und der Republik Serbischer Krajina (RSK). Er stellte fest, dass es in Kroatien zwar einen Konsens über "Oluja" als eine erfolgreiche Befreiungsoperation gibt, die Kroatien seinen UN-Mitgliedschaftszielen näher brachte, diese Ansicht aber in Serbien und RSK stark kontrastiert, wo die Erzählung seit 1986 unverändert bleibt und die Serben als ewige Opfer darstellt. Klasić kritisierte die Führung Serbiens, insbesondere Premierminister Aleksandar Vučić, dafür, dass sie mit ihrer eigenen Geschichte nicht konfrontiert war, und verwies auf frühere Erklärungen von Vučić, die die Möglichkeit einer Glina-Vernichtung leugneten. Er betonte die Notwendigkeit einer Rechenschaft über die Zehntausende von verbrannten Häusern und über 1.000 Todesfälle älterer Zivilisten, die nach der Operation Klasić zumeisteten, die über diese Grausamkeiten untergraben der Heimat bewahrten.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): In diesem Artikel wird die Diskussion um die historische Verantwortung der serbischen Führer, insbesondere Aleksandar Vučić, geführt und ihr Versäumnis, sich mit vergangenen Handlungen zu befassen, kritisiert.






