Wissenschaftler haben herausgefunden, wie die mediterrane Mönchsrobbe Monachus monachus dank der Freisetzung von Gasblasen in fast aufrechtem Zustand im Wasser ruhen kann. Dieses ungewöhnliche Verhalten während der Ruhe wurde erstmals 2008 von Naturforschern festgestellt, und Mönchsrobben sind die einzige bekannte Art von Walen, die in aufrechtem Zustand ruhen, wobei ihr Kopf zur Oberfläche gerichtet ist.
In einer neuen Studie entdeckten Wissenschaftler der Universität St. Andrews in Schottland und der Universität Neuchâtel in Frankreich, dass Mönchsrobben Gasblasen freisetzen, die ihnen helfen, eine neutrale Position zu halten. Patrick Miller von der Marine Mammal Research Unit an der Universität St. Andrews erklärte, dass die Hauptherausforderung darin besteht, die natürliche Auftriebskraft des Tieres zu regulieren, die von Gasen in seinem Körper beeinflusst wird.
Er fügte hinzu, dass Mönchsrobben zunächst in die Tiefe absteigen, wo sie sich mit dem Kopf nach unten ausruhen, sich aber allmählich umdrehen, so dass der Kopf nach oben gerichtet ist. Sobald sie eine aufrechte Position einnehmen, steigen sie immer noch langsam zur Oberfläche. Dies wird verhindert, indem Blasen freigesetzt werden. Jede freigesetzte Blase verlangsamt ihren Aufstieg und hilft ihnen, knapp unter der Oberfläche zu bleiben, sagte Miller. Da sie zur Atmung an die Oberfläche kommen müssen, dauert jeder Ruhetauchen etwa 20 Minuten, und Mönchsrobben führen typischerweise mehrere solcher Tauchgänge nacheinander durch.
Die Geräte zeichneten Geräusche und dreidimensionale Bewegungen der Tiere auf und zeichneten charakteristische Blasengeräusche auf. Basierend auf diesen Daten erstellten die Wissenschaftler eine Computersimulation, die die Gewebedichte, den Wasserwiderstand und die Gasmenge im Körper der Tiere berücksichtigte. Die Simulation bestätigte, dass die Freisetzung von Blasen die positive Auftriebskraft der Mönchsrobben reduziert und es ihnen ermöglicht, während der Ruhe unter Wasser zu bleiben. Die Forschung bietet neue Einblicke in die einzigartigen Anpassungen der Mönchsrobben und hebt ihre Fähigkeit zur Energieeinsparung und zur Gewährleistung der Sicherheit während der Ruhe in herausfordernden aquatischen Umgebungen hervor.
Diese Erkenntnisse tragen zu einem besseren Verständnis der Physiologie der Meeressäuger bei und könnten zukünftige Naturschutzbemühungen zum Schutz dieser vom Aussterben bedrohten Lebewesen unterstützen. Die Studie unterstreicht die Bedeutung der fortgesetzten Forschung über das Verhalten und die physiologischen Mechanismen der Meeressäuger und bietet wertvolles Wissen, das zu ihrer Erhaltung beitragen kann.
Die Entdeckung trägt zu den wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnissen über die komplexen Wechselwirkungen zwischen Meereslebewesen und ihrer Umgebung bei und zeigt die komplizierten Strategien auf, die Tiere anwenden, um in Unterwasserlebensräumen zu überleben und zu gedeihen. Die Forscher planen, weitere Feldarbeiten und Simulationen durchzuführen, um ihre Modelle zu verfeinern und ihr Verständnis der Faktoren zu vertiefen, die die Auftriebskraft und die Bewegungsmuster der Mönchsrobbe beeinflussen. Zukünftige Untersuchungen können auch untersuchen, wie Umweltveränderungen wie Temperaturschwankungen des Ozeans und menschliche Aktivitäten dieses Verhalten beeinflussen.
Durch die weitere Überwachung der Mönchsrobbenpopulationen und ihrer Reaktionen auf äußeren Druck hoffen die Wissenschaftler, wirksamere Maßnahmen zu entwickeln, um ihr Überleben in immer dynamischeren Meeresumgebungen zu unterstützen.
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