Die österreichische Organisation Volkshilfe drängt auf eine grundlegende Reform der Kinderbetreuung innerhalb des Sozialsystems und plädiert für ein unabhängiges "Kindergrundsicherheitsprogramm". Die Organisation argumentiert, dass Kinder aufgrund der hohen Nichtübernahmequoten, die darauf hindeuten, dass viele berechtigte Familien keine Leistungen erhalten, nicht mehr Teil des bestehenden Sozialleistungsrahmens sein sollten. Sie schlagen eine einheitliche Grundzulage für alle Kinder vor, ergänzt durch einkommensabhängige Ergänzungen für einkommensschwache Familien, zusammen mit erweiterter Infrastruktur und materiellen Dienstleistungen, um die finanziellen Belastungen für Familien zu erleichtern. Die Volkshilfe zitiert steigende Kinderarmut und stellt fest, dass der Prozentsatz der Kinder, die von Armut oder Marginalisierung bedroht sind, von 21,6% im Jahr 2022 auf 24,4% im Jahr 2025 gestiegen ist und die im Rahmen der Europäischen Garantie für Kinder festgelegten nationalen Ziele verfehlt.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel formuliert die Forderung nach einem separaten Grundsicherungssystem für Kinder als notwendige Reform und betont die systematischen Mängel des derzeitigen Sozialhilfe-Modells.




