In einer klinischen Studie mit dem Ziel, Frauen, die an Komplikationen wie Bruchstellen, Infektionen und einer Reihe von Symptomen leiden, die mit Brustimplantaten verbunden sind, eine Alternative zu herkömmlichen Silikonimplantaten anzubieten, haben australische Chirurgen am Montag begonnen, 3D-gedruckte Brustgerüste zu verwenden.
Die Studie, die von Professor Anand Deva, Leiter der Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie an der Macquarie University, geleitet wird, umfasst zweiundvierzig australische Frauen, deren Silikonimplantate durch absorbierbare Gerüste ersetzt wurden, die sich im Laufe der Zeit auflösen und dem Körper ermöglichen, sein eigenes Fettgewebe zu regenerieren.
Heute, fast zwei Jahrzehnte später, hat sich das Konzept durch die Arbeit von BellaSeno, einem Medtech-Unternehmen, das von Chayya mitgegründet wurde und dessen CEO ist, zu einer Realität entwickelt. Die Studie markiert einen entscheidenden Moment auf dem Gebiet der rekonstruktiven Chirurgie, mit dem Ziel, Frauen, die nach einer Mastektomie oder Lumpektomie aufgrund von Brustkrebs eine Brustrekonstruktion wünschen, eine sicherere und organischere Alternative zu bieten. Die 3D-gedruckten Gerüste sind aus einem Polymer namens Polycaprolacton konstruiert, einem Material, das in absorbierbaren Nähten weit verbreitet ist. Jedes Gerüst verfügt über ein kreuzkreuzendes Muster aus Bändern und feinen Filamenten, wodurch es etwa 90 Prozent porös ist.
Die kleinste Größe wiegt nur 10 Gramm, wesentlich leichter als herkömmliche Implantate. Während des Verfahrens extrahieren Chirurgen Fett vom Bauch, Gesäß oder Oberschenkel des Patienten über Fettabsaugung und injizieren es in das Gerüst, wodurch es bis zu 50 Prozent seines Volumens füllt. Im Laufe von zwei bis drei Jahren absorbiert der Körper das Gerüst allmählich und hinterlässt das eigene regenerierte Fettgewebe des Patienten.
Die Teilnehmer der Studie, darunter Katrina Taylor, haben bereits begonnen, die Vorteile der Technologie zu erfahren. Taylor, die sich fünf Monate zuvor dem Eingriff unterzog, stellte fest, dass sich die Gerüste natürlich und fest anfühlten, obwohl sie aufgrund des laufenden Absorptionsprozesses noch leicht wahrnehmbar waren. Sie äußerte sich erleichtert, sich nach jahrelangen Beschwerden durch gebrochene Implantate endlich wieder ganz zu fühlen. Für viele Frauen birgt die Entscheidung, sich einer Brustimplantat-Operation zu unterziehen, sowohl körperliche als auch psychische Risiken. Komplikationen wie Implantatbruch, Infektion und chronische Entzündung haben bei Patienten und medizinischen Fachkräften zunehmende Bedenken ausgelöst.
Diese Probleme haben das Interesse an Alternativen geweckt, die langfristige Gesundheitsrisiken minimieren und gleichzeitig ästhetische Ergebnisse beibehalten. Die 3D-gedruckten Gerüste zielen darauf ab, diese Bedenken zu lösen, indem sie eine biokompatible Struktur bereitstellen, die die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers unterstützt, anstatt sich auf synthetische Materialien zu verlassen.
Die Erfahrung seiner Großmutter inspirierte ihn, Forschung zu betreiben, die eines Tages anderen Menschen mit ähnlichen Herausforderungen zugute kommen könnte. Während sich die aktuelle Studie auf Patienten konzentriert, die sich zuvor einer Silikonimplantatbehandlung unterzogen haben, besteht das ultimative Ziel darin, die Anwendung der Technologie auf Personen zu erweitern, die eine Rekonstruktion nach Krebs benötigen.
Wenn die Technologie erfolgreich ist, könnte sie einen bedeutenden Fortschritt in der rekonstruktiven Chirurgie darstellen und einen nachhaltigeren und biologisch integrierten Ansatz für die Brustrekonstruktion bieten.Der Fokus liegt derzeit auf der Datenerhebung und der Verfeinerung der Technik, in der Hoffnung, dass zukünftige Generationen von Patienten von einer Behandlung profitieren werden, die mit den natürlichen Regenerationsfähigkeiten des Körpers übereinstimmt.
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