Ende Juni 2026 machte Kardinal Vinko Bokalič Iglič, ein in Argentinien geborener slowenischer Kardinal, während seiner Reisen zwischen Argentinien und Rom einen kurzen Besuch in Slowenien. Seine Reise fiel mit den Vorbereitungen für ein bedeutendes Vatikan-Treffen zusammen, das als Konsistorium bekannt ist, wo Kardinäle globale kirchliche Angelegenheiten diskutieren werden, einschließlich der Rolle der künstlichen Intelligenz, des lokalen Kirchenlebens und des synodalen Prozesses.
Der Besuch wurde vom örtlichen Priester Igor Dolinšek, der mit dem Kardinal verwandt ist, als ein persönlicher und bedeutungsvoller Anlass für beide Parteien beschrieben.
Kardinal Bokalič, ursprünglich aus dem Norden Argentiniens - speziell Santiago del Estero - ist als Erzbischof einer Diözese tätig, die in ihrer Größe mit sechs slowenischen Provinzen vergleichbar ist, aber mit deutlich weniger Priestern. Er erwähnte, nur 35 Priester für ein so großes Gebiet zu haben, wobei einige Pfarreien sogar bis zu 40 oder 50 Unterpfarreien verwalten. Diese Situation unterstreicht die Herausforderungen, denen sich die katholische Kirche in bestimmten Regionen Südamerikas gegenübersieht, insbesondere in Bezug auf Personal und Seelsorge.
Während der Messe in Ljubljana-Koseze sprach Kardinal Bokalič über seine Erfahrungen und Reflexionen und zeichnete Parallelen mit der Evangeliumslesung des Tages, die den Mut angesichts der Angst betonte.
Die Beziehung zwischen Kardinal Bokalič und Priester Dolinšek hat sich zu einem regelmäßigen Austausch von Informationen und Unterstützung entwickelt. Sie haben vereinbart, sich zu treffen, wann immer möglich, entweder in Slowenien oder Rom, je nach dem Zeitplan des Kardinals. Angesichts der Entfernung zwischen ihren jeweiligen Häusern reist Dolinšek oft 800 Kilometer, um ihn zu treffen, während der Kardinal viele weitere Meilen zurücklegt.
Kardinal Bokalič teilte Details über seine Herkunft mit und bemerkte, dass er aus einer großen Familie mit fünf Kindern stamme, von denen eines auch Priester ist. Er verließ Slowenien im Alter von 18 Jahren, um Theologie zu studieren und schloss sich den Lazaristen an, einem religiösen Orden, der sich der Bildung und missionarischen Arbeit widmete. Er würdigte Petar Opeka, einen anderen slowenischen Lazaristen, und betonte die lange Tradition slowenischer Missionare auf der ganzen Welt. Er beschrieb sich selbst als Missionar und betonte, dass die Berufung des slowenischen Klerus immer darin bestand, dem Frieden und dem Reich Gottes zu dienen und andere zu ermutigen, für diese Ideale zu beten.
Der Besuch des Kardinals in Slowenien unterstrich die tiefen Bindungen zwischen der slowenischen Diaspora in Argentinien und ihrer Heimat. Obwohl er weit weg von zu Hause war, drückte er ein starkes Identitätsgefühl aus, das in seinem slowenischen Erbe und der breiteren Mission der Kirche verwurzelt ist.
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