Während Dürren Teile der Flussbetten in Mitteleuropa freilegen, tauchen "Hungersteine" wieder auf, physische Aufzeichnungen, die von vergangenen Generationen in Felsen geschnitzt wurden, um außergewöhnlich niedrige Wasserniveaus zu markieren. Diese Steine, die auf Kroatisch als "kamenje gladi" bekannt sind, bieten historische Einblicke in Bedingungen, die die Schifffahrt, die Landwirtschaft und das Überleben bedroht haben könnten. Das berühmteste Beispiel, das sich entlang der Elbe in der Nähe von Oberposta in Deutschland befindet, ist in diesem Monat wieder aufgetaucht, mit Inschriften aus dem Jahr 1707. Ähnliche Steine wurden kürzlich in Leverkusen, in der Nähe des Rhein-Zuflusses, und in Dolní Žleb, nahe der tschechisch-deutschen Grenze, entdeckt. Diese Steine variiren in Größe, Alter, Lage und Inschriften, enthalten aber oft Initialen, Jahre und manchmal Wasserstandsmarkierungen. Sie dienten sowohl praktischen als auch symbolischen Warnzwecken für zukünftige Generationen von potenziellen Risiken während der Trockenperioden.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel bietet eine sachliche Darstellung historischer Artefakte ("Hungersteine") im Zusammenhang mit Umweltbedingungen und präsentiert keine offen voreingenommenen Perspektiven oder politischen Kommentare.





