Die lateinamerikanischen Drogenkartelle erweitern ihre Aktivitäten nach Europa, indem sie direkte Netzwerke mit organisierten Kriminalitätsgruppen aus dem Balkan und der italienischen 'Ndrangheta-Mafia bilden. Diese Kartelle umgehen die Zwischenhändler und übernehmen die Kontrolle über die gesamte Lieferkette. Ihre Mitglieder leben jetzt dauerhaft in Europa und leiten die Schmuggeloperationen aus erster Hand. In Brüssel läuft ein großes Gerichtsverfahren gegen ein internationales Netzwerk, das beschuldigt wird, 45 Tonnen Kokain nach Europa geschmuggelt zu haben und durch Geldwäsche über Scheinfirmen, Immobilien und Kryptowährungen Hunderte von Millionen Dollar an Einnahmen generiert zu haben. Zwei Hauptangeklagte sind der Belgier Flor Bressers, der als "Corta Dedos" ("Finger-Schneider") bekannt ist, weil er einem rivalisierenden Bandenmitglied die Finger mit Scheren abgeschnitten hat, und der Brasilianer Sérgio Roberto de Carvalho, der als Brasiliens "Escobar" bezeichnet wird. Bressers wurde 2022 während eines gescheiterten Fluchtversuchs aus der Schweiz verhaftet, nachdem er zwei Jahre lang der Gefangennahme entgangen war, und drohen ihm nun bis zu 20 Jahre Gefängnis wegen Entführung, Erpressung und Leitung einer kriminellen Organisation.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel berichtet über internationale Drogenhandelsnetzwerke, an denen sich organisierte Verbrechergruppen aus mehreren Ländern beteiligen. Sie enthält sachliche Informationen über laufende Gerichtsverfahren, benannte Personen und ihre angeblichen Aktivitäten, ohne offen eine Seite zu bevorzugen. Der Ton bleibt objektiv, fokussiert






