Das US-Justizministerium hat mit TikTok eine 400-Millionen-Dollar-Siedlung über Vorwürfe erzielt, dass die Plattform die Datenschutzgesetze für Kinder durch das Sammeln von persönlichen Daten von Minderjährigen verletzt hat. Die Vereinbarung wurde am Freitag abgeschlossen und markiert eine der größten Siedlungen in einem Fall unter dem Children's Online Privacy Protection Act (COPPA). ly, eine Video-Sharing-App, die 2017 von ByteDance erworben und später in TikTok integriert wurde. Das Justizministerium reichte erstmals 2024 eine Klage gegen TikTok ein und beschuldigte die App, Kinder daran zu hindern, Konten zu registrieren und sensible persönliche Daten, einschließlich E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Standortinformationen, zu sammeln.
Diese Aktionen wurden behauptet, COPPA zu verletzen, die von Online-Diensten verlangt, dass sie eine überprüfbare elterliche Zustimmung erhalten, bevor sie persönliche Informationen von Kindern unter 13 Jahren sammeln. Laut der Abteilung hat TikTok auch mutmaßlich die Anfragen von Eltern ignoriert, die Daten ihrer Kinder zu löschen, was einen weiteren Verstoß gegen die Bestimmungen der FTC-Anordnung von 2019 darstellt.
TikTok reagierte auf die Vorwürfe, indem es erklärte, dass viele der Forderungen auf veralteten oder ungenauen Informationen basierten. In einer Erklärung stellte das Unternehmen fest, dass es seit Beginn der Klage Schritte unternommen habe, um den Schutz für junge Nutzer zu verbessern. Dazu gehörten die Implementierung stärkerer Altersverifizierungssysteme, die Verbesserung der Funktionen der elterlichen Kontrolle und die Verbesserung der Transparenz bei der Datenerfassung. Das Justizministerium erkannte diese Bemühungen in seiner Pressemitteilung an und nannte sie als Beweis für TikTok's Verpflichtung zur Einhaltung von COPPA. Die Einigung kommt inmitten eines breiteren regulatorischen Drucks auf Technologieunternehmen, insbesondere in Bezug auf die Auswirkungen von Social Media auf Kinder.
In den letzten Jahren wurden zahlreiche Klagen gegen große Plattformen erhoben, in denen behauptet wurde, dass sie Minderjährige schädlichen Inhalten aussetzen, ihre Aufmerksamkeit ausnutzen und mit persönlichen Daten unrechtmäßig umgehen. Die Aktion des Justizministeriums gegen TikTok ist Teil eines wachsenden Trends von rechtlichen Herausforderungen, die darauf abzielen, Technologieunternehmen für ihren Umgang mit Benutzerdaten verantwortlich zu machen, insbesondere bei gefährdeten Bevölkerungsgruppen.
Diese Umstrukturierung hat Fragen über die langfristige Governance und Compliance-Strategien der Plattform aufgeworfen, insbesondere angesichts der zunehmenden Aufsichtsbehörde. TikTok hat sich noch nicht öffentlich zu der Einigung geäußert, obwohl das Justizministerium erklärte, dass es keine formelle Haftungsfeststellung im Fall gegeben habe. Im Rahmen der Vereinbarung wird TikTok verpflichtet, spezifische Maßnahmen zu ergreifen, um die Einhaltung von COPPA zu gewährleisten, obwohl die genaue Art dieser Maßnahmen nicht bekannt gegeben wurde. Die Lösung dieses Falles könnte einen Präzedenzfall für zukünftige Durchsetzungsmaßnahmen gegen andere Social-Media-Plattformen darstellen, die mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert sind.
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