Der argentinische Filmemacher Juan Villegas spricht über seine Dokumentation "No matar", die die politische Gewalt der 1970er Jahre untersucht, indem sie sowohl ehemalige Guerillakämpfer als auch Familien von Opfern zeigt, die in dieser Zeit getötet wurden. Villegas erklärt, dass er sich zum Ziel gesetzt habe, Aspekte dieses Jahrzehnts zu beleuchten, die im argentinischen Kino bisher vernachlässigt wurden, insbesondere die Darstellung bewaffneter Organisationen. Er betont, dass es schwierig war, Finanzmittel zu beschaffen, und verweist auf Einwände von Begutachtungsgremien, die er als Ausdruck ideologischer Vorurteile interpretierte. Der Film stellt das Konzept der "Theorie der zwei Dämonen" in Frage und argumentiert, dass dieser Begriff oft missbraucht wird, um eine kritische Diskussion über die Handlungen bewaffneter Gruppen zu verhindern, anstatt alle Verbrechen gleich zu behandeln. Die Dokumentation wurde auf dem Buenos Aires International Independent Film Festival (BAFICI) uraufgeführt und soll am 1. November im Kino Cine York gezeigt werden.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel stellt die Kritik des Filmemachers an der sogenannten "Theorie der zwei Dämonen" als eine notwendige Korrektur dar, um sicherzustellen, dass bewaffnete Gruppen zur Rechenschaft gezogen werden. Dies steht im Einklang mit progressiven Menschenrechtsansichten, während konservative Interpretationen als voreingenommen abgetan werden.





