Der pro-demokratische Aktivist Joshua Wong aus Hongkong ist zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, weil er angeblich gegen die nationalen Sicherheitsgesetze der Stadt verstoßen hat, indem er mit ausländischen Organisationen zusammengearbeitet haben soll. Der Richter des Obersten Gerichtshofs bezeichnete Wongs Handlungen als schwerwiegend und wies darauf hin, dass er mit dem im Exil lebenden Aktivisten Nathan Law zusammengearbeitet habe, um ausländische Mächte dazu zu bewegen, Sanktionen gegen China zu verhängen. Diese Verurteilung kommt zu einer früheren Strafe von vier Jahren und acht Monaten hinzu, die Wong Ende 2024 für "Untergrabung" im Zusammenhang mit einer inoffiziellen Vorwahl erhalten hatte. Kritiker, darunter Amnesty International und Law, argumentieren, dass das nationale Sicherheitsgesetz in erster Linie dazu dient, politische Meinungsfreiheit zu unterdrücken, anstatt die Sicherheit zu gewährleisten. Wong, der während der "Umbrella-Bewegung" im Jahr 2014 erstmals internationale Bekanntheit erlangte, befindet sich nun seit fast sechs Jahren in Haft.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel betrachtet das Gerichtsverfahren aus der Perspektive der Menschenrechtskritik und zitiert dabei Amnesty International sowie einen Mitangeklagten, um das Gesetz zur nationalen Sicherheit als ein Instrument zur Unterdrückung demokratischer Opposition darzustellen.



