Die polnische Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung gegen Zbigniew Kapiński, den derzeitigen Ersten Präsidenten des Obersten Gerichtshofs (SN), eingeleitet.
Diese Bestimmung dient als allgemeine Rechtfertigung für den Ausschluss eines Richters von einer Rechtssache.
Kapiński wurde über die Einleitung der Untersuchung durch einen Brief des Disziplinarbeauftragten des Obersten Gerichtshofs informiert, der die Angelegenheit in Bezug auf ein mutmaßliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit einem Vorfall am 4. Januar 2024 an die Disziplinarkammer des Obersten Gerichtshofs verwies. Während dieses Vorfalls soll er die entsprechende Kammer - die Arbeitskammer - daran gehindert haben, einen Fall zu entscheiden, an dem die Mitglieder des Europäischen Parlaments Maciej Wąsik und Mariusz Kamiński beteiligt waren. Als Reaktion auf die Untersuchung beschrieb Kapiński die Situation als "koordinierte politische Aktion" und betonte, dass er den Gerichtsprozess ohne Einmischung fortsetzen lassen würde.
Er forderte sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Disziplinarkammer auf, ihre jeweiligen Aufgaben unabhängig zu erfüllen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde die Untersuchung eingeleitet, nachdem Richter des Obersten Gerichtshofs mitgeteilt hatten, dass bestimmte von Kapiński erlassene Anordnungen die Anerkennung von Anträgen auf Ausschluss von Richtern aufgrund etablierter Verfahrensregeln wirksam verhindert hätten. Diese Handlungen könnten nach Ansicht der Staatsanwaltschaft das Recht auf eine unabhängige und unparteiische Justiz beeinträchtigt haben und damit sowohl das öffentliche Interesse als auch die privaten Interessen von Personen, die an Gerichtsverfahren beteiligt sind, beeinträchtigt haben. Die Untersuchung begann am 28. Mai dieses Jahres nach Erhalt von Berichten der Richter.
Im Rahmen der Voruntersuchung befragten die Staatsanwälte die anmelderischen Richter als Zeugen und sammelten Unterlagen, darunter die Anordnungen des Chefs der Strafkammer des Obersten Gerichtshofs und die auf der Grundlage dieser Anordnungen ergangenen Entscheidungen in Fällen, in denen Richter ausgeschlossen werden sollten.
Die Untersuchung wird von einem spezialisierten Team innerhalb der Staatsanwaltschaft durchgeführt, das Anfang des Jahres unter der Leitung des Generalstaatsanwalts Waldemar Żurek gebildet wurde.Dieses Team hatte die Aufgabe, negative Konsequenzen zu verhindern, die sich aus gerichtlichen Entscheidungen ergeben, die von Richtern getroffen wurden, die mit Beteiligung des sogenannten neuen Justizrates (neo-KRS) ernannt wurden.Die Gruppe ist dafür zuständig, Informationen über die Zusammensetzung von Gerichten zu sammeln, die Fälle behandeln, in denen solche Richter den Vorsitz haben, mögliche nachteilige Auswirkungen ihrer Entscheidungen zu analysieren und Verfahren einzuleiten, die darauf abzielen, diese Auswirkungen abzumildern.
Darüber hinaus muss das Team Rechtsdokumente, einschließlich Beschwerden, Anträge und sonstigen schriftlichen Einreichungen, erstellen und konsultieren sowie Analysen durchführen und Rechtsgutachten zu relevanten Angelegenheiten abgeben.
Die Rolle des Teams umfasst die Teilnahme an Gerichtssitzungen und Anhörungen vor dem Obersten Gerichtshof und dem Obersten Verwaltungsgericht, die Zusammenarbeit mit den Abteilungsleitern der Staatsanwaltschaft und die Koordinierung der Teilnahme der Staatsanwälte an diesen Verfahren.
Kapiński wurde Ende Mai nach einer Entscheidung von Präsident Karol Nawrocki zum ersten Präsidenten des Obersten Gerichts eingesetzt. Er ersetzte Magdalena Manowska in dieser Rolle. Seine Amtszeit als Leiter der Strafkammer dauerte drei Jahre und endete im Mai 2026. Die Untersuchung seiner Handlungen während dieses Zeitraums ist nun im Gange, wobei die Staatsanwaltschaft feststellen will, ob seine Entscheidungen rechtlich gerechtfertigt waren oder ob sie einen Machtmissbrauch darstellten.
5 Berichte
OKO.pressUnabhängigMitteFaktentreue 98Objektivität 90vor 3 Tagen Es gibt eine Untersuchung gegen den Vorsitzenden des SN Kapiński wegen des Blockierens einer Untersuchung über den Status von Neo-SN-Richtern.Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung gegen den ehemaligen Obersten Gerichtshofspräsidenten Zbigniew Kapiński wegen seiner Entscheidungen eingeleitet, die angeblich die Prüfung des Status von Neo-Richtern im Obersten Gerichtshof blockiert haben. Die Untersuchung konzentriert sich auf die Entscheidungen von Kapiński während seiner Amtszeit als Leiter der Strafkammer, bei denen er Berichten zufolge juristische Richter daran gehindert hat, die Legitimität von Neo-Richtern, die vom illegalen Neo-Rat der Justiz (Neo-KRS) ernannt wurden, in Frage zu stellen. Diese Entscheidungen sollen rechtliche Verfahren und verfassungsmäßige Garantien für die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Justiz verletzt haben. Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass Kapiński ohne Rechtsgrundlage gehandelt und möglicherweise die Rechte von Parteien in Gerichtsverfahren und die ordnungsgemäße Funktionsweise der Justiz untergraben habe.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sachliche Informationen über eine laufende rechtliche Untersuchung, an der hochrangige Justizbeamte und Vorwürfe von Verfahrensverstößen beteiligt sind.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 98 · Objektivität 90): Very high factual accuracy with detailed reporting on the investigation, including the timeframe, Kapiński's role, and the legal basis for the charges. The article is highly objective, presenting facts without overt bias or emotional language.
Polsat NewsUnabhängigLinksFaktentreue 97Objektivität 88vor 4 Tagen Der Präsident des Obersten Gerichtshofs wird von der Staatsanwaltschaft untersucht.Die polnische Justiz hat eine Untersuchung gegen Zbigniew Kapiński, den derzeitigen Präsidenten des Obersten Gerichtshofs und ehemaligen Präsidenten der Strafkammer von 2023 bis 2026, eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass Kapiński zwischen dem 8. Mai 2024 und dem 25. Mai 2026 Anordnungen erlassen habe, die angeblich gegen gesetzliche Verfahren verstoßen und die Parteien ihres Rechts auf ein faires und unparteiisches Verfahren beraubt hätten.
Tendenz-Einschätzung (Links): Der Artikel formuliert die Untersuchung als legitime Klage gegen eine hochrangige Justizperson und betont mögliche Verletzungen der Unabhängigkeit und Fairness der Justiz.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 97 · Objektivität 88): High factual accuracy with precise details on the investigation, including the timeframe and legal grounds. The article is mostly objective but includes some framing that may subtly imply wrongdoing by Kapiński.
TVN24UnabhängigMitteFaktentreue 96Objektivität 87vor 4 Tagen Es gibt eine Ermittlung wegen Zbigniew Kapiński.Die polnische Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung über möglichen Machtmissbrauch durch Zbigniew Kapiński, den derzeitigen Präsidenten des Obersten Gerichtshofs und ehemaligen Leiter der Strafkammer des Obersten Gerichtshofs, eingeleitet. Die Untersuchung konzentriert sich auf Maßnahmen, die zwischen dem 8. Mai 2024 und dem 25. Mai 2026 ergriffen wurden, in denen Kapiński die Strafkammer leitete. Die Untersuchung konzentriert sich auf angebliche rechtswidrige Anordnungen, die von Kapiński erlassen wurden, um die Anerkennung von Anträgen zur Disqualifizierung von Richtern zu verhindern, was möglicherweise die Rechte auf ein unabhängiges und unparteiisches Gericht verletzt.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält sachliche Informationen über eine laufende rechtliche Untersuchung, an der ein hochrangiger Justizbeamter beteiligt ist, ohne offen eine Seite zu begünstigen.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 96 · Objektivität 87): High factual accuracy with clear reporting on the investigation and its scope. The article is largely objective but includes some contextual framing that may slightly affect neutrality.
Notes from PolandUnabhängigMitteFaktentreue 95Objektivität 85vor 3 Tagen Polish prosecutors launch investigation into Supreme Court chief justicePolish prosecutors have initiated a criminal investigation into Supreme Court Chief Justice Zbigniew Kapiński, accusing him of abusing his powers by allegedly blocking motions to exclude 'neo-judges' from cases. The investigation follows accusations from fellow judges, who claim Kapiński acted to undermine judicial independence. Kapiński, appointed by the politically influenced National Council of the Judiciary (KRS) under the Law and Justice (PiS) government, denies the allegations, calling them part of a coordinated political attack. The controversy reflects a broader conflict between judges appointed under PiS and those appointed prior to its reforms, which critics argue undermined judicial independence. The case highlights ongoing tensions within Poland's judiciary and the politicization of judicial appointments.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): The article presents the issue as a matter of judicial independence and political influence, without overtly favoring either side. It reports on the charges against Kapiński and the context of PiS's judicial reforms, while also noting the political implications of the appointment and the response of
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 95 · Objektivität 85): High factual accuracy with minor omissions. The article accurately reports the investigation into Kapiński and provides context about the KRS and PiS reforms. However, it omits specific details about the nature of the alleged misconduct and does not quote Kapiński directly. Objectivity is slightly r
RzeczpospolitaUnabhängigLinksFaktentreue 94Objektivität 80vor 4 Tagen Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Zbigniew Kapiński eingeleitet.Die polnische Justiz hat eine Untersuchung gegen Zbigniew Kapiński, den ersten Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, wegen Vorwürfen wegen Fehlverhaltens im Zusammenhang mit seiner Rolle als Leiter der Strafkammer zwischen 2023 und 2026 eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft behauptet, er habe Anordnungen erlassen, die angeblich die ordnungsgemäße Prüfung von Anträgen auf Ausschluss von Richtern aus Fällen verhindert hätten, wodurch die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Justiz untergraben würde. Kapiński, der bei TVN24 interviewt wurde, beschrieb die Untersuchung als einen politisch motivierten Angriff und beschuldigte die Staatsanwaltschaft, sowohl gegen die Interessen privater Parteien als auch gegen das Gemeinwohl zu handeln.
Tendenz-Einschätzung (Links): In dem Artikel wird die Untersuchung als politisch motivierter Angriff auf Kapiński dargestellt, was auf eine parteiische Agenda hindeutet.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 94 · Objektivität 80): High factual accuracy with direct quotes from Kapiński and the prosecution. However, objectivity is somewhat compromised by the inclusion of Kapiński's political interpretation of the investigation, which introduces potential bias.
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