Der slowenische Premierminister Janez Janša veröffentlichte auf der Social-Media-Plattform X eine zehn Punkte umfassende Kritik, in der er argumentierte, dass die Europäische Union seit dem Beitritt Sloweniens von demokratischen Prinzipien und dem Rechtsstaatsprinzip abgewichen sei. Er nannte konkrete Beispiele aus verschiedenen Mitgliedsstaaten, darunter die Annullierung von Präsidentschaftswahlen in Rumänien, der Polizeieinsatz beim Verfassungsgericht in Polen sowie Veränderungen in der Führung von öffentlich-rechtlichen Medien in Polen und Slowenien. Janša kritisierte zudem die Migrationspolitik in Spanien und die Energieentscheidungen in Deutschland und kam zu dem Schluss, dass die EU sich jetzt selbst retten müsse. Der Beitrag erzielte bis zum Mittag am Montag rund 2,4 Millionen Aufrufe. Zahlreiche ausländische Medien, darunter deutsche, polnische, ungarische und kroatische Publikationen, berichteten über die Äußerung. Das deutsche Medium "Tichys Einblick" veröffentlichte eine ausführliche Analyse seiner Behauptungen.
Tendenz-Einschätzung (Konservativ): Der Artikel stellt Janšas Kritik als eine berechtigte Warnung vor einer Abweichung der EU von demokratischen Normen dar, betont die Aufmerksamkeit, die dies in den ausländischen Medien hervorgerufen hat, und verwendet Begriffe wie "umstritten", anstatt die Richtigkeit seiner Beispiele in Frage zu stellen.






