Außenminister S. Jaishankar richtete sich kürzlich während einer öffentlichen Ansprache in Finnland gegen die Politik der Europäischen Union und betonte, was er als Doppelmoral in Bezug auf Indiens Beschaffung von Energieressourcen aus Russland bezeichnete.
Er betonte, dass europäische Nationen selbst historisch Waffen geliefert hatten, die später gegen Indien eingesetzt wurden, und wies auf ein langjähriges Muster von Verteidigungsexporten nach Pakistan hin, einem Land, mit dem Indien historische Spannungen hatte. Diese Kritik kam inmitten laufender Diskussionen über globale Energiemärkte und die geopolitischen Auswirkungen der Energiediplomatie. Jaishankar stellte fest, dass, während die EU Indiens Abhängigkeit von russischem Öl konsequent verurteilt hat, dieselben Länder weiterhin Waffen an Pakistan verkaufen, das ein strategischer Rivale Indiens in der Region war.
Der Minister betonte, dass europäische Nationen in den letzten Jahrzehnten eine entscheidende Rolle bei der Ausrüstung der militärischen Infrastruktur Pakistans gespielt haben. Laut Daten des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) haben mehrere europäische Länder zu Pakistans Verteidigungsfähigkeiten beigetragen. Frankreich war beispielsweise ein wichtiger Lieferant von Kampfflugzeugen, darunter die Dassault Mirage III und Mirage 5-Modelle, sowie fortschrittliche Raketensysteme und U-Boote wie die Agosta-70 und 90B-Varianten. Diese Beiträge haben die Luft- und Seekapazitäten Pakistans erheblich gestärkt.
Das Vereinigte Königreich war auch ein konsequenter Anbieter von militärischer Hardware für Pakistan, der Marine- und Panzerabwehrsysteme sowie Hubschrauber wie den Sea King und den Lynx anbot, die in maritimen Überwachungs- und Anti-U-Boot-Operationen eingesetzt wurden. Schweden hat unterdessen die Saab 2000 Erieye-Luft-Frühwarn- und Kontrollflugzeuge geliefert, die Pakistans Fähigkeit, den Luftraum effektiv zu überwachen und zu verwalten, verbessern. Italien hat durch die Installation von OTO Melara-Seegeschützen auf Pakistans Kriegsschiffen und die Bereitstellung von AW 139-Hubschraubern für Luft- und Bodenoperationen beigetragen.
Deutschland hat die Bemühungen zur Modernisierung der pakistanischen Marine durch die Lieferung von Schiffsmotoren, Antriebssystemen und Sensortechnologien unterstützt und zur Entwicklung fortschrittlicher Marineplattformen beigetragen. Die Türkei hat sich in den letzten Jahren als enger Verteidigungspartner herausgestellt, indem sie die Korvetten der Babur-Klasse bereitstellt und bei der Modernisierung der bestehenden U-Boot-Flotte Pakistans hilft. Darüber hinaus hat die Türkei die bewaffneten Drohnen Bayraktar TB2 geliefert, die zu einem entscheidenden Vorteil in der pakistanischen Militärstrategie geworden sind.
Die Ukraine hat auch eine Rolle gespielt, indem sie 320 T-80UD-Hauptkampfpanzer und zugehörige Motorsysteme exportiert hat, die in Pakistans Al-Khalid-Panzerprogramm integriert wurden, wodurch seine gepanzerten Kriegskapazitäten verbessert wurden.
Jaishankars Bemerkungen unterstrich die breitere Debatte um Rüstungsexporte und ihre geopolitischen Folgen, insbesondere in Regionen, die von komplexen Allianzen und historischen Konflikten geprägt sind. Seine Kommentare spiegeln eine wachsende Besorgnis einiger indischer Beamter über die ethischen Auswirkungen des internationalen Waffenhandels und dessen Potenzial wider, die regionale Stabilität zu beeinflussen.
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