Die israelischen Sängerinnen Gal Juma und Asulin wurden beschuldigt, Szenen aus dem Musikvideo Ganeni des palästinensisch-chilenischen Künstlers Elyanna aus dem Jahr 2024 nachzubilden. Die Kontroverse dreht sich um den neuen Track Zahara von Juma und Asulin, der am 4. August veröffentlicht wurde, von dem Kritiker behaupten, dass er bestimmte visuelle Elemente von Ganeni im Detail widerspiegelt. Die Vorwürfe haben eine breite Diskussion im Internet ausgelöst, insbesondere auf Plattformen wie Instagram, Facebook und Threads, wo Benutzer Vergleiche der beiden Videos nebeneinander gepostet haben.
Die Behauptungen gewannen an Bedeutung, nachdem Elyannas Fans anfingen, Clips zu verbreiten, die auffallende Ähnlichkeiten zwischen den beiden Produktionen zeigten. Dazu gehören eine Szene mit einem weißen Mercedes, der von gemusterten Teppichen in einer Wüstenlandschaft umgeben ist, sowie Innenfotos des Fahrzeugs, das mit aufwendigen Stoffen und Designs dekoriert ist. Andere geteilte Momente beinhalten Tanzsequenzen auf dem Dach und Silhouetten von Individuen gegen eine Sonnenuntergang-Hintergrund. Eine bemerkenswerte Ähnlichkeit ist ein Auge, das auf einer Handfläche des Darstellers gemalt ist, der in beiden Videos erscheint. Zusätzlich zeigen beide Produktionen Aufnahmen von Musikern und verwenden vergleichbare Rahmentechniken während der Tanzsegmente.
Trotz dieser visuellen Parallelen unterscheiden sich die beiden Videos in anderen Aspekten erheblich. Die Musik selbst ist unterschiedlich, wobei Zahara hebräische und arabische Texte über einen R&B-Beat und Geigen im Stil der 2000er Jahre einbezieht. Juma und Asulin, die den Song mitgeschrieben haben, treten zusammen in dem Video auf.
Das Video, das von Naghmeh Pour in Spanien gedreht und gedreht wurde, hat über 200 Millionen Views auf YouTube gesammelt. Es markierte einen bedeutenden Moment in der Karriere von Elyanna, nach ihrer historischen Performance auf Coachella im Jahr 2023, wo sie die erste Künstlerin wurde, die ein komplettes arabischsprachiges Set auf dem Festival präsentierte. Später trat sie Coldplay in Glastonbury bei und trat neben der Band bei Saturday Night Live auf. Anfang dieses Jahres trat sie bei einer Vor-Match-Zeremonie für die Eröffnungsfeier der Weltmeisterschaft Kanadas in Toronto auf und trug durch eine Zusammenarbeit mit der kanadischen Künstlerin Jessie Reyez zum offiziellen Soundtrack des FIFA-Turniers bei.
Die Gegenreaktion hat sich auf Juma's persönlichen Instagram-Account ausgeweitet, wo die Nutzer das Duo dafür kritisiert haben, eine "Kopie-Paste"-Version von Ganeni unter Werbebeiträgen für Zahara erstellt zu haben.
Während der Fokus in erster Linie auf den visuellen Elementen der Videos lag, argumentieren einige Beobachter, dass das Problem breitere Bedenken über die Aneignung palästinensischer und arabischer Ästhetik durch israelische Künstler widerspiegelt. Andere betonen, dass der Vergleich die kreativen Unterschiede zwischen den Werken, einschließlich ihrer musikalischen Stile und lyrischen Inhalte, nicht überschatten sollte.
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