Das israelische Parlament, die Knesset, hat ein Gesetz verabschiedet, das es Universitäten erlaubt, getrennte Master- und PhD-Studiengänge für Männer und Frauen einzurichten, wodurch die Geschlechtertrennung in der Hochschulbildung effektiv institutionalisiert wird. Die Gesetzgebung, die 52 Stimmen für und 43 gegen erhielt, baut auf einem Urteil des Obersten Gerichtshofs von 2021 auf, das geschlechtsspezifische Bachelorstudiengänge unter bestimmten Bedingungen erlaubte. Das Gesetz wurde von Limor Son Har-Melech von der Otzma Yehudit-Partei eingeführt, der argumentierte, dass es religiösen Frauen größere Bildungsmöglichkeiten bieten würde. Unterstützer, darunter Zvi Sukkot von der Partei Religiöser Zionismus, behaupten, dass die Maßnahme die akademische Wahlfreiheit erweitert. Oppositionsfiguren, darunter Avigdor Lieberman und Merav Michaeli, kritisierten das Gesetz als diskriminierend und argumentierten, dass es die Geschlechtergleichheit untergräbt und segregationistische Politiken widerspiegelt, die in Gemeinden wie Bnei Brak gesehen werden.
Tendenz-Einschätzung (Konservativ): Der Artikel formuliert das Gesetz als einen positiven Schritt zur Erweiterung der Bildungsmöglichkeiten für religiöse Frauen, der sich an den konservativen und religiösen zionistischen Werten orientiert.


