Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu hat am Freitag den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als "antisemitischen Diktator" verurteilt, was eine scharfe Eskalation der Spannungen zwischen den beiden Nationen bedeutet.
Am Dienstag beschuldigte Syrien Israel, einen Raketenangriff auf einen ehemaligen Militärflughafen in der Nähe von Aleppo durchgeführt zu haben, ein Ort, der seit 2012 nicht mehr genutzt wurde. Nach Angaben syrischer Beamter war der Angriff auf eine Stelle gerichtet, die Berichten zufolge in den letzten Wochen von einer türkischen Militärdelegation besucht worden war, was sie als Teil einer Bemühung zur Wiederbelebung der Einrichtung bezeichneten. Israel bestätigte den Angriff, bestätigte aber nicht die Beteiligung türkischer Streitkräfte. In der Zwischenzeit bestritt die Türkei kategorisch jede militärische Präsenz an der Stelle und bekräftigte ihr Engagement für die syrische Souveränität.
Das Amt von Netanjahu veröffentlichte eine Erklärung, in der Erdogans Handlungen verurteilt wurden und behauptet wurde, dass der türkische Führer an einer Kampagne der Aggression gegen Israel beteiligt sei. Es beschuldigte Erdogans der Förderung antisemitischer Stimmungen und der Unterstützung von Gewalttaten, einschließlich der Ermordung kurdischer Zivilisten und der Unterstützung der Hamas. Die Erklärung warnte weiter, dass Israel "weiterhin mit Nachdruck" gegen vermeintliche Bedrohungen seiner nationalen Sicherheit vorgehen werde, insbesondere solche, die aus der Türkei stammen. Dieser jüngste Austausch spiegelt einen sich vertiefenden Riss zwischen Israel und der Türkei wider, der bereits mehrere hochkarätige Vorfälle erlebt hat.
Anfang dieses Jahres verhängte die Türkei Sanktionen gegen israelische Beamte wegen mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen, während Israel die Türkei für ihre Unterstützung der Hamas und ihre mutmaßliche Einmischung in regionale Angelegenheiten kritisierte. Der aktuelle Streit scheint sich nach dem Vorfall mit der Hilfsschifffahrt, die Israel im Juni unter dem Vorwand, Waffen von militanten Gruppen in Gaza zu verhindern, abgefangen hatte, verschärft zu haben. Die Türkei verurteilte die Operation als Verletzung des Völkerrechts und als Verletzung humanitärer Prinzipien.
Seine Regierung hat Israel wiederholt beschuldigt, Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen, insbesondere in Bezug auf seine Politik gegenüber den Palästinensern. Im Gegensatz dazu haben israelische Beamte die Haltung der Türkei als heuchlerisch bezeichnet und auf ihre angebliche Unterstützung des Terrorismus und die Unterdrückung von Meinungsverschiedenheiten innerhalb ihrer eigenen Grenzen hingewiesen. Die Situation hat die Aufmerksamkeit anderer regionaler Akteure auf sich gezogen. Syrien, das in einen längeren Konflikt verwickelt ist, hat Bedenken über das Potenzial einer erhöhten Militarisierung entlang seiner Ostfront geäußert.
Israel hat klargestellt, dass es nicht tolerieren wird, was es als feindliche Handlungen der Türkei wahrnimmt, während die Türkei weiterhin ihre rechtlichen und diplomatischen Maßnahmen gegen Netanyahu vorantreibt.
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