Präsident Recep Tayyip Erdoğan bekräftigte die unerschütterliche Unterstützung der Türkei für einen unabhängigen palästinensischen Staat während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas in Ankara am 12. August. Erdoğan betonte, dass der Staat an den Grenzen von 1967 gegründet werden sollte, einschließlich Ostjerusalem als Hauptstadt, und betonte die Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen zum Wiederaufbau des Gazastreifens. Das Treffen folgte Diskussionen über regionale Entwicklungen und die anhaltenden Herausforderungen für die palästinensischen Gebiete.
Während der Pressekonferenz zitierte Erdoğan Daten der Vereinten Nationen, die darauf hindeuteten, dass etwa 3.800 Palästinenser im besetzten Westjordanland im Jahr 2026 aufgrund von Siedlergewalt, Abrissen und Räumungen vertrieben worden waren. Er kritisierte die israelischen Aktionen im Westjordanland und in Jerusalem, weil sie die Aussichten auf eine palästinensische Staatlichkeit untergraben. Erdoğan beschuldigte die israelische Regierung, trotz einer konstruktiven palästinensischen Position gegenüber Gaza eine kompromisslose Haltung einzunehmen. Er forderte die Schaffung der notwendigen Bedingungen für den Beginn des Wiederaufbaus und der Sicherheit in Gaza ohne weitere Verzögerung.
Erdoğan sprach auch über die Entwicklungen in der Al-Aqsa-Moschee und in Hebron und erklärte, dass die Türkei sich entschieden gegen alle Versuche zur Änderung des Status quo an diesen heiligen Stätten ausspricht. Er brachte seine Unterstützung für geplante palästinensische Präsidentschafts- und Parlamentswahlen zum Ausdruck und glaubte, dass sie die Versöhnung fördern und die palästinensische Einheit stärken könnten. Die beiden Führer diskutierten umfassendere Fragen, die die besetzten Gebiete betreffen, einschließlich der Auswirkungen der israelischen Politik auf das Leben der Palästinenser.
Er beschrieb die Netanjahu-Regierung als eine, die von Chaos und Konflikten profitieren will, und behauptete, dass solche Bemühungen letztendlich scheitern würden. Erdoğan bezeichnete die israelische Regierung als ein "genozidales" Regime, das sich mit rechtswidrigen Politiken beschäftigt, die die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf sich gezogen haben. Er stellte fest, dass sich die Situation im besetzten Westjordanland und Jerusalem weiter verschlechtert, mit über 100 Palästinensern, die im selben Zeitraum getötet wurden. Trotz der Herausforderungen behauptete Erdoğan, dass das palästinensische Volk in seinem Kampf standhaft bleibt. Er formulierte die Unterstützung für Palästina als eine gemeinsame Verantwortung der Menschheit, insbesondere innerhalb der muslimischen Welt.
Die beiden Führer bekräftigten auch ihre Solidarität gegen Angriffe, Verletzungen und Provokationen an der Al-Aqsa-Moschee, in Hebron und an anderen Orten in den palästinensischen Gebieten. Sie verurteilten alle Maßnahmen, die den Status quo an diesen Orten ändern sollen, was Erdoğan als entscheidend für die Identität der Muslime bezeichnete.
Er wies darauf hin, dass die gegenwärtige Situation zeigt, welche Seite den anhaltenden Konflikt begünstigt und welche den Frieden sucht, und stellte fest, dass die Menschen in Gaza ihren Wunsch nach Frieden deutlich zum Ausdruck gebracht haben. Erdoğan forderte dringende Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit und zur Einleitung des Wiederaufbauprozesses in Gaza. Abbas wiederum lobte die Unterstützung der Türkei für die Rechte der Palästinenser und erwähnte die potenzielle Bedeutung des Gemeinsamen Verteidigungsabkommens von Mekka bei der Förderung der regionalen Stabilität und Sicherheit. Er äußerte die Hoffnung, dass das Abkommen als Grundlage für bessere Bedingungen für die Palästinenser und die Nachbarländer dienen könnte.
Die Diskussion unterstrich das komplexe Zusammenspiel von politischen, humanitären und sicherheitspolitischen Belangen, die die Landschaft des Nahen Ostens prägen.
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