In einem jüngsten Referendum stimmten die Isländer gegen den Beitritt zur Europäischen Union und lehnten den Vorschlag mit einem signifikanten Vorsprung ab. Die Entscheidung wurde weitgehend von Bedenken hinsichtlich der Fischereiindustrie beeinflusst, die rund 8% des isländischen BIP und fast 40% seiner Exporte ausmacht. Die Mitgliedschaft in der EU hätte die Einhaltung der Gemeinsamen Fischereipolitik erfordert, der sich viele in diesem Sektor aufgrund von Beschränkungen bei Quoten und Fischereiregelungen widersetzten. Städtische Gebiete, insbesondere die Hauptstadt Reykjavik, unterstützten das "Ja"-Votum, während ländliche Regionen, in denen die Fischerei ein wichtiger Arbeitgeber ist, es mit überwältigender Mehrheit ablehnten.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert beide Seiten des Problems und hebt die wirtschaftlichen Interessen der Fischereiindustrie und die regionale Kluft zwischen städtischen und ländlichen Gebieten hervor.





