Die chilenische Autorin Isabel Allende hat den Planeta-Preis für das Jahr 2026 für ihren Roman "Die Stunde vor Morgendämmerung" erhalten, der als Fortsetzung ihres Klassikerwerks "Das Haus der Geister" dient. In einem Interview mit El Pais erklärte Allende, dass der Drang, diese Fortsetzung zu schreiben, durch den aktuellen globalen Aufstieg des Autoritarismus und die Bedrohung der Demokratie verstärkt wurde. Sie warnte vor extremen Ideologien sowohl von rechts als auch von links und argumentierte, dass Autoritarismus gesellschaftliche Probleme eher verschärft als löst. Die Erzählung verschiebt sich vom magischen Realismus des ursprünglichen Buches hin zu einer realistischeren Darstellung von Faschismus, Folter und sozialer Ungleichheit unter einer Diktatur. Allende äußerte sich auch zu modernen Themen wie der durch künstliche Intelligenz verursachten Polarisierung und der wachsenden Kluft zwischen der wohlhabenden Elite und der Bevölkerung im Allgemeinen.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel betrachtet den Literaturpreis unter dem Gesichtspunkt des Antiautoritarismus und der Verteidigung demokratischer Werte. Dabei werden explizit Zitate des Autors wiedergegeben, in denen er vor Extremismus warnt, während gleichzeitig die Gefahren des Rechtspopulismus und des Einflusses von Milliardären hervorgehoben werden.




