Das irische Parlament hat für die Abschaffung der seit 2019 geltenden obligatorischen dreitägigen Wartezeit für Abtreibungen gestimmt. Diese Änderung kehrt eine Verfassungsänderung von 2018 um, die zuvor Abtreibung illegal machte, außer in Fällen, in denen das Leben der Mutter gefährdet war. Die katholische Kirche hat mit Kritik auf die Entscheidung reagiert und argumentiert, dass seit der Gesetzesänderung mehr Leben durch Abtreibung verloren gegangen sind als während der COVID-19-Pandemie. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gingen zwischen 2019 und 2024 fast 49.000 ungeborene Kinder durch Abtreibung verloren, während in Irland über 9.000 Todesfälle durch COVID-19 verzeichnet wurden. Die Kirche hebt auch hervor, dass trotz erheblicher Bemühungen, gefährdete Leben während der Pandemie zu schützen, die Abtreibungsrate stark gestiegen ist, wobei viele Frauen Berichten zufolge ihre Entscheidungen nach der Wartezeit überdachten.
Tendenz-Einschätzung (Links): Der Artikel beschreibt die Abschaffung der Abtreibung Wartezeit als eine fortschreitende gesetzliche Maßnahme, die die Verringerung der Müttersterblichkeit und der reproduktiven Rechte betont.





