Das iranische Justizsystem hat zehn junge Aktivisten, die beschuldigt wurden, an den Protesten gegen die Regierung in Isfahan teilgenommen zu haben, zum Tode verurteilt, was eine weitere Eskalation der brutalen Kampagne des Landes gegen die Dissidenten darstellt. Die Urteile, die von der Zweigstelle 1 des Revolutionsgerichts von Isfahan erlassen wurden, richten sich an eine Gruppe von 16 Personen, die während der gewalttätigen Demonstrationen im Januar verhaftet wurden.
Unter den zum Tode Verurteilten ist die 20-jährige Taraneh Rahimi, deren Fall besondere Aufmerksamkeit erregt hat. Rahimi aus Isfahan wurde Berichten zufolge während ihres Verhörs Folter unterzogen, einschließlich Elektroschocks und Drohungen sexueller Gewalt. Ihre Strafe folgt auf Behauptungen, dass sie am Januar-Aufstand teilgenommen und eingegriffen hat, um die Verprügelung eines anderen Demonstranten zu stoppen.
Der Prozess, der im sogenannten "Isfahan Shohada Square" -Fall stattfand, wurde wegen fehlenden ordnungsgemäßen Verfahrens weitgehend kritisiert. Eine der weiblichen Inhaftierten reichte Berichten zufolge eine formelle Beschwerde wegen Missbrauchs ein, die das Gericht angeblich ignorierte. Ahmadreza Saeedi, einer der Angeklagten, sagte vor Gericht aus, dass er während des Verhörs schwere körperliche Qualen ertragen habe, was zu einem erfundenen Geständnis führte.
Der exilierte iranische Kronprinz Reza Pahlavi hat die Urteile als "brutal und ungerecht" verurteilt und die fehlerhaften rechtlichen Verfahren des Regimes hervorgehoben und die internationale Gemeinschaft aufgefordert, die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen zu beachten.
In Teheran bleibt der 26-jährige Ali-Asghar Peyghambari in der Todeszelle im Gefängnis Ghezel Hesar, nachdem der Oberste Gerichtshof seine Strafe unter falschen Anklagen wegen "Kooperation mit Israel" bestätigt hat. Peyghambari, ein während der landesweiten Demonstrationen im Januar inhaftierter Demonstrant, wurde nach dem iranischen Gesetz zur Verstärkung der Bestrafung für Spionage und Zusammenarbeit mit ausländischen Einheiten verurteilt.
Die fortgesetzte Anwendung öffentlicher Hinrichtungen, insbesondere in Städten wie Isfahan, unterstreicht die Strategie der Regierung, Andersdenkende durch Angst und Zwang zu unterdrücken.
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