Nach Angaben von Abdolnasser Hemmati, dem Gouverneur der Zentralbank des Iran, hat der Iran vorgeschlagen, einen unabhängigen "Finanzkorridor" zwischen den BRICS-Nationen zu etablieren und ihre nationalen Zahlungssysteme miteinander zu verbinden.
Die Initiative zielt darauf ab, die Abhängigkeit der BRICS-Mitglieder von externen Finanzkanälen zu verringern und gleichzeitig die Transaktionsgeschwindigkeit zu beschleunigen, die Kosten zu senken und die Sicherheit des Handels zwischen den Mitgliedstaaten zu erhöhen. Durch die Integration nationaler Zahlungssysteme und die Erhöhung der Nutzung lokaler Währungen erklärte Hemmati, dass der Plan die wirtschaftlichen Beziehungen stärken und effizientere Mechanismen für den internationalen Handel schaffen würde. Er fügte hinzu, dass der Iran bereits technische, rechtliche und operative Aspekte der Verknüpfung von Zahlungssystemen im Rahmen der BRICS untersucht und bereit ist, an der Ausarbeitung eines operativen Plans zur Umsetzung der Initiative teilzunehmen.
Neben der Idee des Finanzkorridors hob Hemmati die Bedeutung des möglichen Beitritts Irans zur Neuen Entwicklungsbank (NDB) hervor. Er stellte fest, dass dieser Schritt zusätzliche Finanzierung für Entwicklungsprojekte bereitstellen und die Zusammenarbeit bei Investitionen und wirtschaftlichen Verbindungen zwischen den BRICS-Ländern erweitern könnte. Die von den BRICS-Ländern gegründete NDB spielt eine Schlüsselrolle bei der Finanzierung von Infrastruktur- und Entwicklungsinitiativen in Schwellenländern. Die BRICS-Gruppe, die aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika besteht, konzentriert sich zunehmend auf die Stärkung der regionalen wirtschaftlichen Integration und die Verringerung der Abhängigkeit von westlich dominierten Finanzinstituten.
Der jüngste Vorschlag Irans steht im Einklang mit den weiteren Bemühungen, Selbstständigkeit und gegenseitige Unterstützung unter den BRICS-Mitgliedern zu fördern. Die Finanztreffen in Indien waren Teil einer Reihe von hochrangigen Diskussionen, die darauf abzielten, die Zusammenarbeit in Bereichen wie Handel, Investitionen und Finanzdienstleistungen zu vertiefen.
Der vorgeschlagene Finanzkorridor stellt einen weiteren Schritt in diese Richtung dar, der darauf abzielt, reibungslosere und sicherere finanzielle Interaktionen zwischen den BRICS-Ländern zu erleichtern. Der Vorschlag hat positive Reaktionen anderer BRICS-Mitglieder erhalten, die Interesse an der Erforschung der Machbarkeit der Integration ihrer Zahlungssysteme gezeigt haben.
Experten gehen davon aus, dass der Erfolg der Initiative von der Bereitschaft aller Parteien abhängen wird, eng zu koordinieren und potenzielle Hindernisse wie Unterschiede in den finanziellen Vorschriften und technologischen Standards anzugehen.
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