Wissenschaftler der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Kiel-Universität untersuchten das Immunsystem der Seetanemone Nematostella vectensis, eines früh verzweigten Tieres. Sie fanden heraus, dass die Seetanemone, obwohl sie nur ein angeborenes Immunsystem hat, nützliche und schädliche Bakterien unterscheiden kann. Dies stellt die bisherigen Annahmen in Frage, dass eine solche selektive Erkennung ausschließlich für Wirbeltiere mit adaptivem Immunsystem möglich ist. Die Studie identifizierte "Nematosomen" als Schlüsselstrukturen, die für diese Diskriminierung verantwortlich sind, wo sie selektiv schädliche Bakterien verschlingen, während das natürliche Mikrobiom der Anemone erhalten bleibt. Die Forscher verwendeten die CRISPR/Cas-Technologie, um das cJun-Gen zu deaktivieren, was die Nematosomaproduktion reduzierte und die Fähigkeit der Anemone beeinträchtigte, ein ausgewogenes Mikrobiom aufrecht zu erhalten, wodurch sie anfälliger für Infektionen wurden.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel behandelt wissenschaftliche Untersuchungen über das Immunsystem von Seetanemonen und konzentriert sich auf biologische Mechanismen und nicht auf politische Fragen, Richtlinien oder Zahlen.




