Luka Svetina, eine der bekanntesten slowenischen Fernsehpersönlichkeiten, hat im Juni die Leitung des slowenischen Journalistenverbandes (ZNP) übernommen. In einem Interview mit Demokracija diskutierte er die Gründe für seine Entscheidung, die Herausforderungen des Journalismus heute, Medienmonopole und seine Vision für den Beruf. Svetina betonte die Notwendigkeit, jüngere Mitglieder für den Verein zu gewinnen und die Bedeutung ihrer Arbeit bei der Aufrechterhaltung demokratischer Werte zu erklären. Svetina wurde eingeladen, die Rolle zu übernehmen, nachdem der ehemalige Präsident Dr. Matevž Tomšič beschlossen hatte, nicht zur Wiederwahl zu kandidieren.
Der Vorstand der ZNP war der Ansicht, dass es an der Zeit sei, die Organisation zu verjüngen und dass Svetina, die bereits tief in journalistische Angelegenheiten involviert war, eine geeignete Kandidatin wäre, um Tomšičs Arbeit fortzusetzen.
Laut Svetina ist dieser Trend auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter Veränderungen in der Medienlandschaft und die Art und Weise, wie jüngere Generationen Informationen konsumieren und verarbeiten. Er fügte hinzu, dass der Beruf nicht mehr das Vertrauen genießt, das er einst hatte, was die Anziehung neuer Talente noch schwieriger macht. Als Teil seiner Prioritäten erwähnte Svetina, dass ZNP darauf abzielt, mehr junge Menschen in den Kreis zu bringen, sie über den Wert ihrer Arbeit aufzuklären und zu zeigen, warum es für die Wahrung der journalistischen Integrität unerlässlich ist, Teil einer professionellen Organisation zu sein.
Svetina ging auch auf die Frage der Medienmonopole ein und stellte fest, dass Slowenien, obwohl es ein demokratisches Land ist, oft nur eine einzige Erzählung in den Mainstream-Medien dominiert, insbesondere die der DNS (Domaćinstvo Novicarjev oder Domestic Journalists Union).
Er betonte jedoch, dass der Einfluss der ZNP in den Medien von ihrer Fähigkeit abhängt, qualitativ hochwertige Mitglieder zu gewinnen, um sicherzustellen, dass große Medien die Vereinigung in Zukunft nicht ignorieren werden. Er kommentierte weiter die Rolle internationaler Organisationen wie Reporter ohne Grenzen und den möglichen Missbrauch ausländischer Verbindungen durch slowenische Journalisten. Svetina erklärte, dass slowenische Journalisten zwar Beziehungen im Ausland eingegangen sind, diese Verbindungen jedoch manchmal für innenpolitische Zwecke ausgenutzt werden.
Diese Dynamik, so argumentierte er, schafft einen Kreislauf, in dem lokale Journalisten als Werkzeuge für ausländische Agenden wahrgenommen werden, was die Glaubwürdigkeit des Berufs untergräbt. Svetina reflektierte auch über seine eigene Karriere und erwähnte sein langjähriges Engagement für das C0-Kanalprojekt. Er beschrieb dies als eine seiner größten Errungenschaften, obwohl er es unterließ, spezifische Momente des Stolzes aufzulisten und stattdessen die ethische Verantwortung hervorhob, die mit dem Beruf einhergeht. Sein Fokus liegt weiterhin darauf, aktuelle Herausforderungen anzugehen und die Zukunft des Journalismus in Slowenien zu gestalten.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden