Der französische Verfassungsrat hat entschieden, dass der Einsatz des Essigsäuremid- (Acetamiprid) -Insektizids für Landwirte verfassungsmäßig ist und seine weitere Anwendung im Rahmen der Notfalllandwirtschaftsgesetze ermöglicht. Diese Entscheidung kommt inmitten schwerer Dürrebedingungen und extremer Hitzewellen, die alle landwirtschaftlichen Sektoren in Frankreich betreffen.
Unter diesen Bestimmungen befindet sich die Zulassung von Acetamiprid und Flupyradifuron, zwei Insektiziden, die in dieser kritischen Periode für die Schädlingsbekämpfung als notwendig erachtet wurden. Der Verfassungsrat bestätigte mit seinem Urteil, dass die meisten Artikel des Gesetzes mit den verfassungsmäßigen Grundsätzen übereinstimmen, obwohl einige Elemente aufgrund verfahrensrechtlicher Bedenken für eine weitere gesetzgeberische Überprüfung markiert wurden. Die Landwirtschaftsgewerkschaften begrüßten die Entscheidung und betonten, dass das Gesetz praktische Lösungen für langjährige Probleme bietet, die durch die politische Debatte blockiert wurden.
Er stellte fest, dass der Verfassungsrat die wichtigsten Komponenten des Gesetzes, die er als greifbare Antworten auf die dringenden Probleme der Landwirte bezeichnete, nicht ungültig gemacht habe. "Dieses Gesetz gibt den Landwirten dringend benötigte Klarheit und Hoffnung", sagte Rousseau. Er forderte Präsident Emmanuel Macron auf, das Gesetz rasch zu verabschieden und die Regierung so schnell wie möglich Durchführungsbeschlüsse zu erlassen, angesichts der anhaltenden Krise im Zusammenhang mit der Dürre. Die gegenwärtige Landwirtschaftskrise gehört zu den schlimmsten seit Jahrzehnten, wobei die Temperaturen Rekordhöhen erreichen und die Wasserressourcen schwinden.
Die Landwirte im ganzen Land, die Obst, Gemüse, Vieh oder Wein anbauen, berichten von Verlusten, die in einigen Fällen zwischen 30 und 70 Prozent liegen. Diese Zahlen stellen nach Branchenschätzungen Milliarden von Euro an potenziellen Einnahmen dar. Die Auswirkungen sind besonders akut in Regionen mit längeren Trockenperioden, in denen Bewässerungssysteme Schwierigkeiten haben, mit der Nachfrage Schritt zu halten. Serge Zaka, ein Arzt für Agroklimatologie, hat gewarnt, dass die Situation mit der landwirtschaftlichen Katastrophe von 2022 mithalten oder sogar übertreffen könnte, bei der weit verbreitete Ernteausfälle und wirtschaftliche Schwierigkeiten auftraten. Wir befinden uns jetzt in den Tiefen einer nationalen landwirtschaftlichen Katastrophe, sagte Zaka.
Er betonte, dass die gegenwärtige Krise nicht nur ein vorübergehender Rückschlag ist, sondern eine systemische Herausforderung, die durch den Klimawandel verschärft wird.
Während diese Schritte als positiver Schritt angesehen werden, argumentieren viele, dass mehr substanzielle Unterstützung erforderlich ist, insbesondere da sich die Auswirkungen der Dürre weiter entfalten. Mit fortschreitendem Sommer bleibt der Fokus sowohl auf sofortige Hilfe als auch auf langfristige Anpassungsstrategien gerichtet. Mit der Genehmigung des Notstandsgesetzes durch den Verfassungsrat erscheint der Weg nach vorn für die Landwirte klarer, obwohl die Dringlichkeit der Situation schnelle Maßnahmen von den politischen Entscheidungsträgern erfordert. In den kommenden Wochen wird wahrscheinlich ein erhöhter Druck auf die Regierung ausgeübt, das Gesetz vollständig umzusetzen und zusätzliche Unterstützungsmechanismen einzuführen, um dem Agrarsektor durch diese beispiellose Krise zu helfen.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden