Inditex, einer der weltweit größten Modehändler, hat ein neues System eingeführt, das die Zugänglichkeit für Menschen mit Sehbehinderungen verbessern soll. Diese Initiative zielt darauf ab, diesen Kunden eine größere Autonomie beim Einkaufen zu ermöglichen, indem sie über ihre mobilen Geräte auf wichtige Produktinformationen zugreifen können. Das Unternehmen mit Sitz in Spanien hat begonnen, dieses "zugängliche Etikettierungssystem" weltweit einzuführen, was einen bedeutenden Schritt in Richtung inklusiven Einzelhandelserlebnissen darstellt. Das neue System enthält neben den bereits von Inditex verwendeten QR-Codes einen zusätzlichen Code.
Diese Innovation wurde in Zusammenarbeit mit dem spanischen Unternehmen NaviLens entwickelt und ermöglicht es Benutzern, die Tags aus verschiedenen Winkeln und Entfernungen zu lesen, ohne die Kamera ihres Telefons genau zu lokalisieren oder auf den Tag zu fokussieren. Um die Funktion zu nutzen, müssen Kunden einfach die offizielle App der Marke öffnen, bei der sie einkaufen - wie Zara, Massimo Dutti, Pull&Bear, Bershka, Stradivarius, Oysho, Zara Home oder jede andere Marke unter dem Inditex-Schirm - aktualisieren Sie sie auf die neueste Version und greifen Sie auf die Funktion "Artikel erkunden".
Nach der Aktivierung erkennt das Gerät automatisch nahegelegene Kleidungsstücke und liefert Informationen wie Beschreibungen, Farben, Größen und Preise in der bevorzugten Sprache des Benutzers.
Die Funktionalität ist bereits in die offiziellen Apps aller Inditex-Marken integriert, was bedeutet, dass keine zusätzlichen Software-Downloads erforderlich sind. Die Implementierung begann mit Produkten, die ab dem 1. Juni hergestellt wurden, und wird in den kommenden Monaten schrittweise voranschreiten. In naher Zukunft werden in den Geschäften sowohl neue als auch alte Tagging-Formate nebeneinander existieren, da nur seit Juni produzierte Artikel diese Technologie enthalten. Das Unternehmen plant, den Rollout in allen seinen Marken bis zur Frühjahrs-Sommer-Kollektion von 2027 abzuschließen. Über die Verkaufsstelle hinaus erstreckt sich die Initiative weiter. In der zweiten Phase des Projekts, die für Ende dieses Jahres angesetzt ist, wird diese Technologie in Innenetiketten eingeführt, die in Kleidungsstücke genäht werden.
Das bedeutet, dass sehbehinderte Personen ihre Kleidung identifizieren und Informationen darüber erhalten können, sobald sie zu Hause sind. Durch das erneute Scannen des Codes über ihr Telefon erhalten sie Details zu Zusammensetzung, Waschanweisungen und Pflegeanweisungen. Mosteiro betonte, dass das Unternehmen sicherstellen möchte, dass die Zugänglichkeit auch über den Laden hinaus fortgesetzt wird. Sie stellte fest, dass die Lösung so konzipiert wurde, dass sie nahtlos in die Standard-Etikettierungssysteme aller Inditex-Marken integriert wird und die Einheitlichkeit im gesamten Handelsnetzwerk gewährleistet wird. Das Projekt erhielt Unterstützung von der ONCE-Gruppe, die in den letzten Jahren technische Expertise und Benutzerfeedback in den Design-, Test- und Validierungsphasen beigetragen hat.
Diese gemeinsame Anstrengung ermöglichte Verbesserungen, die auf realen Nutzungsszenarien basierten, um sicherzustellen, dass das System den täglichen Bedürfnissen der beabsichtigten Benutzer entspricht.
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